Neue Blicke aufs alte Gefängnis

Baden-Baden (hez) - Die Vorarbeiten für den Abriss des alten Gefängnisses in Baden-Baden laufen - und plötzlich werden interessante neue Einblicke möglich.

Bislang den Blicken verborgen: der Innenhof des Komplexes. Foto: Henning Zorn/BT

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Bislang den Blicken verborgen: der Innenhof des Komplexes. Foto: Henning Zorn/BT

Von Henning Zorn

Jahrzehntelang konnte man vom alten Baden-Badener Gefängnis neben dem Gymnasium Hohenbaden von außen kaum etwas sehen. Nachdem die Mauern auch noch völlig überwuchert waren, geriet das Gebäude in der Kurstadt immer mehr in Vergessenheit. Doch nun ist das 1938 erstellte Gefängnis, das seit 1990 nicht mehr genutzt wird und leer steht, für ganz kurze Zeit aus seinem Dornröschenschlaf erwacht.

In Vorbereitung der eigentlichen Abbrucharbeiten wurde inzwischen bereits ein Teil der alten Gefängnismauer entfernt, die einst die hier Eingesperrten von allen Fluchtgedanken abhalten sollte. Und so sieht man plötzlich das, was eigentlich außer dem früheren Personal, den einstmaligen Insassen und den Besuchern einiger Kulturveranstaltungen, die hier nach der Stilllegung stattfanden, kaum jemand gesehen hat: den alten Innenhof des Gefängnisses.

Allzu viel Auslauf ermöglichte er wohl nicht. Recht originell ist aber auf jeden Fall das kleine Wachhäuschen auf dem Hof, was noch an eine vergangene Ära der Gefangenenbeaufsichtigung erinnert.

Doch dieser Anblick ist nur vorübergehend, denn schrittweise werden die Gefängnisgebäude verschwinden. Der Hauptteil des Abbruches ist für April vorgesehen. Danach kann dann hier das große „Hotel an den Thermen“ mit 134 Zimmern und einer Klassifizierung zwischen drei und vier Sternen entstehen.

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Erstellt:
6. März 2020, 16:39 Uhr
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