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Neues Zuhause für zehn Hühner

Sinzheim (red) – Am 4. Mai bekam der Gnadenhof der Neuen Tierhilfe in Sinzheim Kartung Zuwachs. Für zehn Hennen von der Tierschutzorganisation „Rettet das Huhn“ begann an diesem Tag ein neues Leben.

Zeigt sich durchaus begeistert ob der plötzlich angewachsenen Hennenschar: Gockel Gini (rechts). Fotos: Tierhof

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Zeigt sich durchaus begeistert ob der plötzlich angewachsenen Hennenschar: Gockel Gini (rechts). Fotos: Tierhof

„Rettet das Huhn“ übernimmt ausgediente Legehennen aus Massentierhaltungen und vermittelt sie an tierliebe Menschen, die diesen Tieren ein artgerechtes, erfülltes Hühnerleben schenken möchten, heißt es in einer Pressemitteilung des Tierhofes.

Der gemeinnützige Verein „Rettet das Huhn“ übernimmt die Hennen aus den Betrieben in dem Moment, in dem sie normalerweise im Schlachthof entsorgt werden würden – die Hennen sind zu diesem Zeitpunkt circa 16 bis 17 Monate jung. Sie sind dann, so heißt es in einer Mitteilung des Tierhofs, „nichts anderes als ein Abfallprodukt der Eierindustrie und werden – sobald die Rentabilität, sprich die Legeleistung etwas nachlässt – als wertlos befunden, wie Müll entsorgt und durch neue Junghennen ersetzt“. So sterben pro Jahr rund 45 Millionen Legehennen allein in Deutschland, heißt es weiter.

Jährlich können durch „Rettet das Huhn“ circa 12000 dieser Hennen aus kooperierenden Legebetrieben übernommen und „dem lebensverachtenden System der Eierindustrie entrissen werden“. Für sie führt der Weg nach einem qualvollen Jahr ins Leben – zu Menschen, die ihre Herzen für diese Tiere öffnen und ihnen ein Zuhause und quasi eine neue Existenz schenken (www.rettet-das-huhn.de).

Für Gudrun, Waldtraud, Bruni, Gertraud, Lola, Hannelore, Mona, Rosi, Wilma und Lara eröffnete sich am 4. Mai in Sinzheim auf dem Buchtunger Tierhof eine ganz neue und friedliche Welt: Viel Platz und grüne Flächen, ausgiebige Sandbäder und die Sonne genießen.

Zu der Freiheit lernten die zehn Mädels auch Hahn Gini und Huhn Greta kennen, die bereits auf dem Gnadenhof lebten. Hahn Gini war begeistert über die plötzlich stark angewachsene Hennenschar.

Leider endete für Huhn Wilma das Glück schon nach zwei Tagen, denn durch eine verschleppte Entzündung des Legedarms, der vor allem bei auf Legetätigkeit gezüchteten Hühnern keine Seltenheit ist, verstarb sie plötzlich über Nacht. Ein Schock, da doch gerade erst ihr neues Leben beginnen sollte.

Die anderen neun Hühner erholen sich derweil gut von den Strapazen, die Federn wachsen langsam, aber sicher nach, und sie nehmen laut Mitteilung etwas zu.

In neuer Umgebung dürfen die Hühner auf artgerechte Tierhaltung hoffen.

© pr

In neuer Umgebung dürfen die Hühner auf artgerechte Tierhaltung hoffen.

Die Neue Tierhilfe wurde 1999 gegründet und ist ein Tierschutzverein mit eigenem Gnadenhof und Tierheim. Der als gemeinnützig anerkannte Verein finanziert sich ausschließlich über Spenden, Mitglied- und Patenschaften.

So eine Patenschaft kann auch für Gudrun, Waldtraud, Bruni, Gertraud, Lola, Hannelore, Mona, Rosi, Lara, Hahn Gini und Greta übernommen werden. Für Nachfragen und Informationen steht das Team der Neuen Tierhilfe gerne bereit.

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Erstellt:
26. Mai 2020, 17:30 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 15sec

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