Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

OB Mergen ruft zur Mietminderung auf

Baden-Baden (red) – Um den coronakrisengeplagten Einzelhandel und die Gastronomie zu entlasten, appelliert Oberbürgermeisterin Margret Mergen an die Vermieter von Geschäftsräumen in Baden-Baden, Mieten zu stunden oder zu mindern.

Sollen sich in der Krise solidarisch verhalten: Baden-Badener Vermieter von Geschäftsräumen.  Symbolfoto: Willi Walter/Archiv

© Willi Walter

Sollen sich in der Krise solidarisch verhalten: Baden-Badener Vermieter von Geschäftsräumen. Symbolfoto: Willi Walter/Archiv

Angesichts der Auswirkungen der Corona-Pandemie versucht die Stadt denen zu helfen, die jetzt in Problemen sind, teilte Stadtpressesprecher Roland Seiter in einer Mitteilung mit. Ein Beispiel dafür ist der vorübergehende Erlass der Kita-Gebühren ab April. „Oberbürgermeisterin Margret Margen ruft in diesem Zusammenhang auch die Vermieter von Geschäftsräumen dazu auf, je nach Situation mieten zu stunden oder zu mindern. Gerade dem Einzelhandel und der Gastronomie helfe das angesichts der aktuellen Situation spürbar weiter“, heißt es in der Mitteilung der Stadt weiter.

Laut Mitteilung leisten auch die städtischen Tochtergesellschaften ihren Beitrag. Um finanziellen Schwierigkeiten vorzubeugen biete die GSE den Ladenmietern, Friseuren und Gaststätten an, die monatliche Miete oder Teile davon bis auf Weiteres zu stunden. „Ein tatsächliches Reduzieren der Miete wird die GSE in Abhängigkeit von der Dauer und des Verlaufs der Krisensituation sowie der staatlichen Unterstützung mit den betroffenen Mietern abstimmen“, schreibt Seiter.

Auf die umfangreichen Unterstützungsleistungen, wie beispielsweise durch den Staat und der Agentur für Arbeit, habe die GSE in einem Schreiben an die Gewerbemieter hingewiesen. Außerdem seien die Mieter aufgefordert worden, zu prüfen, inwieweit sie Ihren Geschäftsablauf der Situation anpassen können, um negative Konsequenzen für den Betrieb zu minimieren. Dazu zählen beispielsweise digitale Angebote oder Abhol- oder Bringdienste. Die GSE hofft damit, die wirtschaftlichen Nachteile ihrer Gewerbemieter im Zuge der Pandemie abmildern zu können.

Stadt erlässt Hallengebühren bis auf Weiteres

Weil die Sporthallen nicht mehr genutzt werden dürfen, erlässt die Stadt laut Seiter die Hallengebühren für die Nutzung ab dem 16. März bis auf Weiteres. Die Nutzer erhalten von der Stadtverwaltung eine Gutschrift oder eine entsprechend aktualisierte Rechnung, teilte der Stadtpressesprecher schriftlich mit.

Auch die Stadtwerke haben sich auf die neue Situation eingestellt, schreibt die Stadt. Laut Mitteilung hat jeder Privatkunde die Möglichkeit seine Abschlagszahlung im Kundenportal der Stadtwerke um bis zu 10 Prozent zu vermindern.

„Bei den Gewerbekunden finden die Stadtwerke für die auflaufenden Abschlagszahlungen oder Echtabrechnungen für den Monat März und die Folgemonate gemeinsam Lösungen, die bereits auch schon ausgearbeitet und angewandt werden“, schreibt der Stadtpressesprecher. Bei der jährlichen Abrechnung oder den monatlichen Abschlagszahlungen der Gewerbekunden rechnen die Stadtwerke laut Seiter auf Vorlage des aktuellen Zählerstands die Situation aus und gehen auf den Herabsetzungswunsch der Zahlung für einen Monat ein. Im nächsten Monat wiederhole sich dieser Vorgang: Der Kunde schickt den Zählerstand und die Stadtwerke verringere – wenn möglich – die Abschlagszahlung.

Stadtwerke kündigen an, in dieser Situation niemandem den Strom abzustellen

Bei der monatlichen Abrechnung zahle der Kunde automatisch den angefallenen Verbrauch. Die Stadtwerke stunden allerdings nicht automatisch alle Beträge für Gewerbekunden. Die individuell angepasste Lösung stehe für die Stadtwerke im Vordergrund.

Für die Vormonate haben die Stadtwerke noch Zahlungserinnerungen an Privatkunden versandt. Allerdings führen die Stadtwerke laut Mitteilung vorübergehend keine Stromsperrungen mehr durch. Ziel der Stadtwerke sei, für jeden Einzelfall eine konstruktive Lösung zu finden, um die Probleme nicht noch größer werden zu lassen. Schließlich wolle man in der jetzigen Situation niemand in Not bringen.

Laut Stadtpressesprecher Seiter stehen für Firmen, Geschäfte und kleine Betriebe wichtige Informationen und hilfreiche Links rund um die Corona-Epidemie auf den Internetseiten der Stadt unter dem Stichwort „Coronavirus“ oder „Auswirkungen auf die regionale Wirtschaft“.

Zum Artikel

Erstellt:
26. März 2020, 11:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 41sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.