Pfarrgemeinderatswahlen: Abstimmung nur online oder per Brief

Baden-Baden/Bühl (red) – Die Pfarrgemeinderatswahlen finden statt. Ein persönlicher Urnengang ist wegen des Coronavirus jedoch nicht möglich.

Pfarrgemeinderatswahlen: Abstimmung nur online oder per Brief

Wie sieht‘s aus? Unter anderem mit diesen Flyern macht die katholische Kirche auf ihre Pfarrgemeinderatswahlen aufmerksam. Archivfoto: Mauderer

Die geplanten Präsenzwahlen zu den neuen Pfarrgemeinderäten am Sonntag, 22. März, wurden wegen des Coronavirus abgesagt. Dies hat der Freiburger Erzbischof Stephan Burger am Freitag, 13. März, beschlossen, heißt es in Mitteilung der Erzdiözese. Alternativ können die katholischen Gläubigen ab 16 Jahren nun per Briefwahl oder online über die Pfarrgemeinderäte in 224 Kirchengemeinden abstimmen.

Dazu wird eine per Post zugestellte Wahlbenachrichtigung benötigt, auf der der Antrag zur Briefwahl und der personalisierte Zugang zur online Wahl mitgeteilt wurde. Bei Fragen helfen die zuständigen örtlichen Pfarrbüros weiter, schreibt Martin Schlick, Dekan des Dekanats Baden-Baden in einer Mitteilung.

Das Erzbistum Freiburg sieht es für nicht leistbar an, dass für die Wahllokale ausreichend Schutzmittel (beispielsweise Desinfektionsmittel und Einmalhandschuhe) zur Verfügung gestellt werden können. Zudem haben kommunale Einrichtungen die Überlassung kommunaler Räumlichkeiten wie etwa Rathäuser, Kitas oder Sporthallen aufgrund der ihnen gestellten Vorgaben beispielsweise durch die Landratsämter zurückgezogen.

Briefwahl noch bis Sonntag, 22. März, um 12 Uhr möglich

„Die Absage der sogenannten Präsenzwahl war daher geboten“, schreibt Schlick in seiner Mitteilung weiter. Gerade über die 2020 erstmals – neben der Briefwahl – angebotene Online-Wahl sei jedoch eine ausreichende Möglichkeit zur Teilnahme an der Wahl sichergestellt, heißt es in der Mitteilung des Dekans weiter. Noch bis Freitag, 20. März, können die rund 1,6 Millionen Wahlberechtigten online ihre Stimme abgeben. Bisher hätten 18880 Katholikinnen und Katholiken online ihre Stimme abgegeben. Daneben habe Erzbischof Burger beschlossen, die Frist zur Abgabe der Briefwahlunterlagen bis zum Wahltag am Sonntag, 22. März, 12 Uhr zu verlängern. Im Einklang mit den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts zu öffentlichen Veranstaltungen hat die Bistumsleitung Wahlpartys oder vergleichbare Veranstaltungen untersagt. „Offen und zu gegebener Zeit zu klären ist, ob die an den Wahltermin geknüpften Fristen generell gehalten werden können. Hierzu werden gegebenenfalls gesonderte Entscheidungen ergehen“, schreibt Schlick zudem. Weitere Informationen zur Wahl finden Sie hier.