Philharmonie: Vier Kandidaten für Baleff-Nachfolge

Baden-Baden (hol/red) – Timo Handschuh, Heiko Mathias Förster, Michael Güttler und Carlos Dominguez-Nieto wollen Nachfolger von Chefdirigent Pavel Baleff bei der Philharmonie Baden-Baden werden.

Wer übernimmt den Taktstock?  Foto: Joerg P. Bongartz

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Wer übernimmt den Taktstock? Foto: Joerg P. Bongartz

Von Harald Holzmann

Es wird spannend: Bei vier Finalkonzerten werden sich die möglichen Nachfolger von Chefdirigent Pavel Baleff im November und Dezember mit der Baden-Badener Philharmonie dem Publikum präsentieren. Im Rennen sind laut einer Mitteilung der Philharmonie drei deutsche Bewerber – Timo Handschuh (45), Heiko Mathias Förster (54) und Michael Güttler (54) – sowie der Spanier Carlos Dominguez-Nieto (48).
Wer folgt Pavel Baleff 2022 auf den Posten des Chefdirigenten der Philharmonie? Es seien mehr als 80 Bewerbungen eingegangen, heißt es in der Mitteilung. Eine Findungskommission unter Vorsitz von Oberbürgermeisterin Margret Mergen – bestehend aus Vertretern des Gemeinderats, der Verwaltung und des Orchesters – habe 16 vielversprechende Kandidaten und Kandidatinnen ausgewählt, die sich dem Orchester in einer Kurzprobe und der Kommission in einem Vorstellungsgespräch präsentiert hätten. Vier Bewerber wurden nun berufen und präsentieren sich in Konzerten am Mittwoch, 11. November, Freitag, 13. November, Mittwoch, 2. Dezember, und Donnerstag, 17. Dezember, jeweils ab 18Uhr im Weinbrennersaal.

Mit dem Violinkonzert von Tschaikowski und der „Frühlingssinfonie“ Nr. 1 von Robert Schumann steht am Mittwoch, 11. November, Timo Handschuh, Generalmusikdirektor der Stadt Ulm, am Dirigentenpult. Handschuh ist gebürtiger Lahrer, studierte an der Musikhochschule Freiburg und war danach an der Staatsoper in Stuttgart und am Theater in Ulm tätig.

Am Freitag, 13. November, stellt sich der in Ohlsbach lebende Michael Güttler, ständiger Gast an der Wiener Staatsoper und am Mariinsky-Theater Sankt Petersburg, dem Publikum vor. Auf den Notenpulten liegen Frédéric Chopins Klavierkonzert Nr. 1 sowie Robert Schumanns Sinfonie Nr.4. Güttler stammt aus dem Erzgebirge und hat in Dresden studiert. Derzeit ist er Chefdirigent der finnischen Nationaloper in Helsinki.

Pandemiebedingt nur wenige Tickets verfügbar

Mit den Variationen über ein Rokoko-Thema von Peter I. Tschaikowsky sowie der Sinfonie Nr. 2 C-Dur von Robert Schumann präsentiert sich Carlos Dominguez-Nieto, Chefdirigent in Córdoba, Spanien, am Mittwoch, 2. Dezember, dem Publikum. Der gebürtige Madrilene leitet auch das Kammerorchester „Concierto München“.

Das vierte Finalkonzert am Donnerstag, 17. Dezember, steht unter der Leitung von Heiko Mathias Förster, Chefdirigent des Prague Royal Philharmonic Orchesters und langjähriger Generalmusikdirektor mehrerer deutscher Klangkörper unter anderem in München und Brandenburg. Auf dem Programm des gebürtigen Schweriners steht neben Robert Schumanns 3. Sinfonie das berühmte Violinkonzert von Johannes Brahms.

Die Soloparts der Instrumentalkonzerte wurden in Kooperation mit dem Förderverein für Kunst, Medien und Wissenschaft Karlsruhe an junge Virtuosen aus der Region vergeben. Da die Veranstaltungen unter strenger Einhaltung der gebotenen Schutzmaßnahmen stattfinden, kann nur ein Teil der verfügbaren Plätze zum Verkauf freigegeben werden. Ticketreservierung vorab wird daher empfohlen. Tickets sind erhältlich im Ticketservice, Bäderstraße 2, sowie auf der Homepage der Philharmonie.


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