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Post bietet demnächst wieder ihre Dienste an

Bühl (cn) – 2020 wird für Weitenung ein Jahr werden, in dem viel in die Zukunft investiert wird. Zu diesem Fazit gelangte Ortsvorsteher Daniel Fritz beim Neujahrsempfang in der Rheintalhalle.

Birgit Lorenz, Dieter Bäther, Gabriele Bäther, Hubert Lorenz, Christa Frietsch, Gerhard Frietsch, Werner Friedmann, Helmut Burkart und Daniel Fritz (von links). Foto: Nickweiler

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Birgit Lorenz, Dieter Bäther, Gabriele Bäther, Hubert Lorenz, Christa Frietsch, Gerhard Frietsch, Werner Friedmann, Helmut Burkart und Daniel Fritz (von links). Foto: Nickweiler

2020 wird für Weitenung ein Jahr werden, in dem viel in die Zukunft des Blumendorfes investiert wird. Zu diesem Fazit gelangte Ortsvorsteher Daniel Fritz beim Neujahrsempfang in der Rheintalhalle. Bei dem traditionellen Empfang, zu dem die Pfarrgemeinde und die Ortsverwaltung eingeladen hatten, wurden auch Ehrenamtliche gewürdigt.

Als Projekte, die in diesem Jahr realisiert werden, nannte Fritz den Ausbau des Foyers der Rheintalhalle sowie die Bühne im Außenbereich. Ebenso werden erste Maßnahmen zur Sanierung der Halle begonnen. Zunächst steht laut Ortsvorsteher eine neue Lüftungsanlage an. Um dem Bedarf an Wohnraum Rechnung zu tragen, würde 2020 mit einem Beschluss bezüglich des Bebauungsplans „Brachfeld“ ein wichtiger Schritt erfolgen, erfuhren die Gäste. Allerdings rechnet der Ortsvorsteher noch mindestens zwei Jahre, bis erste Bagger anrücken können. Auch hofft Fritz, dass das Vorhaben hinsichtlich eines Nahversorgungsmarktes in diesem Jahr einen „entscheidenden Schritt“ vorankommen wird.

Als erfreuliche Meldung verkündete Fritz, dass voraussichtlich ab Februar die Post im Gebäude der Ortsverwaltung wieder ihre Dienste anbieten könne. Zum Thema Stromtrasse bekräftigte Fritz die Forderung, dass die Hochspannungsleitungen so weit wie möglich von der Wohnbebauung in Richtung Autobahn zu rücken seien. Außerdem strecken die Weitenunger in Sachen Mobilität ihre Fühler an den S-Bahn-Halt „Rebland“ in Steinbach und an eine gut getaktete Anbindung an die Kernstadt aus.

Bereits in diesem Jahr würden die Vorbereitungen für die Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft mit Mattsee in Österreich beginnen, teilte Fritz mit. „Bei vielem kann der Ortschaftsrat die Rahmenbedingungen schaffen. Entscheidend ist aber, was die Bürger daraus machen“, lobte der Ortsvorsteher das vielfältige ehrenamtliche Engagement im Dorf.

Beständigkeit und Zuverlässigkeit gefragt

Bürgermeister Wolfgang Jokerst stellte fest, dass sich in Zeiten schneller Veränderungen die Menschen überrollt fühlten. Deswegen sei es für die Belange in Bühl wichtig, Beständigkeit und Zuverlässigkeit walten zu lassen. Zum Thema PFC erklärte er, mit einem „schwierigen Problem“ konfrontiert zu sein, für das es bis heute keine Lösung gebe. Allerdings sprach er von vielversprechenden wissenschaftlichen Versuchen, die möglicherweise noch in 2020 in hiesigen Gefilden getestet werden könnten. Trotz Einbruch der Gewerbesteuereinnahmen sei es ureigene Aufgabe der Stadt, derart in die Schulen zu investieren, damit die Existenz der Grundschulen gesichert werden könne. Im Übrigen stamme der Impuls eines aktiven Seniorenrates aus Weitenung, so Jokerst. Die digitale Verarbeitung von Daten durch eine in diesem Jahr abzuschließende Installation eines flächendeckenden Breitbandkabels werde die Verwaltung mit Einsparungen beim Personal komplett verändern, blickte Jokerst weiter in die Zukunft.

Kritische und direkte Worte zum derzeitigen Zustand der katholischen Kirche kamen von Pfarrgemeinderätin Irene Grohmann. Zwar sei es durch aktive Gemeindemitglieder gelungen, das Kirchenleben in Weitenung aufrecht zu erhalten, aber ansonsten tue sich die Kirche schwer, längst überfällige Reformen endlich umzusetzen. „Ich wünsche mir eine Kirche, die sich offen und gesprächsbereit zeigt“, sagte Grohmann und wiederholte die Forderungen der Reformbewegung „Maria 2.0“. Diese Initiative richtet sich gegen überkommene Machtstrukturen in der Kirche, fordert die Aufhebung des Pflichtzölibats und den Zugang für Frauen in kirchliche Ämter. Grohmann bezog sich zudem auf den Weihnachtsbrief von Pfarrer Thomas Fuchs. Dieser monierte hohe Austrittszahlen und den Rückzug engagierter Katholiken. Der Musikverein unter der Leitung von Peter Minet umrahmte den Empfang.

Etliche Weitenunger übernehmen seit Jahren die Pflege von öffentlichen Grünflächen und Blumenbeeten. „Die Stadt mit ihrem Bauhof kann dies nicht mehr in dem Umfang leisten. Deshalb ist ehrenamtliches Engagement so wichtig“, sagte Fritz. Weiter führte er aus, dass seit Sommer 2018 die Grasfläche am Friedhof sowie im Bereich der Fremersbergstraße und der Yburgstraße von Ehrenamtlichen gemäht würden. Seit Mai 2019 gehört die Badestelle am Baggersee zum Aufgabengebiet der Ehrenamtlichen. Folgende Personen wurden geehrt: Gerhard Frietsch, Christa Frietsch, Gabriele Bäther, Dieter Bäther, Petra Hurle, Martin Hurle, Werner Friedmann, Helmut Burkart, Bertold Eckerle und Hubert Lorenz.

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Erstellt:
7. Januar 2020, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 59sec

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