Prozess: Gruppenvergewaltigung bei Pfadfindern in Baden-Baden

Baden-Baden (red) – In einer Pfadfindergruppe in Baden-Baden soll es zu einer Gruppenvergewaltigung gekommen sein. Ein Leiter habe Kinder und Jugendliche zu der Tat an einem Kind der Gruppe genötigt.

Prozess: Gruppenvergewaltigung bei Pfadfindern in Baden-Baden

Wie die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mitteilt, wirft die Behörde in ihrer Anklage, die bereits auf den 9. April datiert, einem jetzt 64-jährigen deutschen Staatsangehörigen vor, als erwachsener Leiter einer Pfadfindergruppe in Baden-Baden mehrere Kinder bzw. Jugendliche seiner Gruppe zu der Tat genötigt zu haben. Das Opfer, ein damals sieben bis elfjähriges Mädchen, wurde demnach gefesselt und vergewaltigt. Die Beteiligten habe er anschließend durch „Pfadfinderschwur“ genötigt, niemanden von dem Geschehen zu berichten. Die Tat soll zu einem jetzt nicht mehr näher feststellbaren Zeitpunkt zwischen 1983 und 1987 stattgefunden haben.

Im Rahmen der Ermittlungen kamen laut der Staatsanwaltschaft zahlreiche weitere massive, als Pfadfinderübungen getarnte Missbrauchstaten an etlichen Kindern und Jugendlichen ans Licht. Diese konnten laut der Behörde aber nicht mehr zu Anklage gebracht werden, da sie bereits verjährt sind.

Die 2. Große Strafkammer am Landgericht Baden-Baden verhandelt ab dem 30. September über den Fall. Es sind vier Verhandlungstage angesetzt. 24 Zeugen wurden geladen.

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Erstellt:
23. September 2020, 09:45 Uhr
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