Regionales Blutspendezentrum in Sinzheim

Sinzheim (red) –In der Fremersberghalle Sinzheim wird in der kommenden Woche, von Montag, 20., bis Freitag, 24. April, ein mobiles Blutspendezentrum eingerichtet. Zur Sicherheit wird die Temperatur etwaiger Spender gemessen, Möglichkeiten zur Handdesinfektion und Mundschutz für Spender werden ebenfalls bereitgestellt.

In der Fremersberghalle Sinzheim wird vom 20. bis 24. April ein mobiles Blutspendezentrum eingerichtet. Foto: Ernst

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In der Fremersberghalle Sinzheim wird vom 20. bis 24. April ein mobiles Blutspendezentrum eingerichtet. Foto: Ernst

Flexibel auf veränderte Rahmenbedingungen zu reagieren ist in Zeiten des neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) in allen Lebensbereichen unabdingbar. Deshalb wird in Baden-Württemberg und Hessen das Konzept der mobilen Blutspendeaktion „vor der Haustüre“ angepasst: An sorgfältig ausgewählten und gut erreichbaren regionalen Standorten werden über mehrere Tage hinweg mobile Blutspendezentren eingerichtet – unter anderem in Sinzheim.
Diese Blutspendezentren sind so ausgelegt, dass für Spender, ehrenamtliche Helfer und Mitarbeiter des DRK auf ausreichend große Abstände zwischen den anwesenden Personen geachtet wird und eine effektive Steuerung des Besucherstroms durch Einlassbeschränkungen möglich ist, heißt es in einer Mitteilung. Von Montag, 20. April, bis Freitag, 24. April, bittet das DRK in der Zeit von 13 bis 18 Uhr um Blutspenden in der Sinzheimer Fremersberghalle, Müllhofener Straße 18. Um Wartezeiten zu vermeiden, bittet der Blutspendedienst das neu installierte Terminreservierungssystem zur individuellen Terminvereinbarung zu nutzen.

Für Blutspender besteht kein gesteigertes Risiko, sich bei den Terminen mit SARS-CoV-2 anzustecken, schreibt das DRK. Bereits seit geraumer Zeit werden Maßnahmen ergriffen, die eine größtmögliche Sicherheit aller Anwesenden auf den Spendeterminen gewährleisten. Diese Maßnahmen werden täglich überprüft und aufgrund der aktuellen Entwicklungen angepasst: Hierzu zählt unter anderem eine Temperaturmessung bereits am Eingang, die kontrollierte Aufforderung zur Handdesinfektion sowie die Rückstellung von Spendern, die sich in den vergangenen vier Wochen im Ausland aufgehalten haben oder Kontakt zu coronainfizierten Menschen hatten. Blutspender erhalten bei der Blutspende eine Schutzmaske.

Menschen mit Krankheitssymptomen nicht zugelassen

Menschen mit grippalen oder Erkältungssymptomen oder Durchfall werden nicht zur Blutspende zugelassen. Bereits am Eingang wird nach diesen Symptomen gefragt und gegebenenfalls wird der Einlass in das Spendelokal verwehrt. Nach derzeitigem Stand der Wissenschaft wird das Virus nicht über eine Blutspende übertragen. Deshalb wird auf den Blutspendeaktionen keine SARS-CoV-2-Testung des gespendeten Blutes durchgeführt.

Prof. Harald Klüter, Ärztlicher Leiter des Instituts für Transfusionsmedizin und Immunologie Mannheim des DRK-Blutspendedienstes, konstatiert: „Wir sind überwältigt von der großen Solidarität der Bürgerinnen und Bürger für Ihre Mitmenschen, die auch durch die Blutspendebereitschaft zum Ausdruck kommt. Wir wollen dieser in einer angepassten Spendeumgebung Raum zur Entfaltung geben und gleichzeitig dem Schutz unsere Blutspender den größtmöglichen Vorrang geben. Durch den Aufbau der mobilen Blutspendezentren gewährleisten wir auch in Krisenzeiten die Versorgung von Patienten und Unfallopfern mit lebenswichtigen Blutprodukten.“

Um Terminvereinbarung wird gebeten

Spendewillige können Ort und Öffnungszeiten der regionalen Blutspendezentren hier erfragen. Damit eine effektive Steuerung des Spenderstroms ohne größere Wartezeiten gewährleistet werden kann, werden die Spender gebeten, einen persönlichen Zeitpunkt für ihre Blutspende zu vereinbaren. Neuspender werden gebeten, sich grundsätzlich einen Termin für ihre erste Spende geben zu lassen.

Die DRK-Blutspendeaktionen finden auch unter Einschränkungen der Mobilität statt. Als medizinisch versorgungskritische Einrichtung sind die Blutspendetermine von dem Versammlungsverbot ausgenommen.

Blutspender müssen mindestens 18 Jahre alt und gesund sein. Bei der ersten Spende sollte ein Alter von 65 nicht überschritten werden. Bis zum 73. Geburtstag ist derzeit eine Blutspende möglich, vorausgesetzt der Gesundheitszustand lässt dies zu. Bei einer ärztlichen Voruntersuchung wird die Eignung jeweils tagesaktuell geprüft. Bis zu sechs Mal innerhalb eines Jahres dürfen gesunde Männer spenden, Frauen bis zu vier Mal innerhalb von zwölf Monaten. Zwischen zwei Spenden liegen mindestens acht Wochen. Der Personalausweis ist mitzubringen.

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Erstellt:
14. April 2020, 14:00 Uhr
Lesedauer:
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