Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Tafel gibt Tüten aus

Tafelleiter im Tütenmeer: Lorenz Hettel präsentiert eine der 150 vorgerichteten Tüten. Foto: Lauser

© marv

Tafelleiter im Tütenmeer: Lorenz Hettel präsentiert eine der 150 vorgerichteten Tüten. Foto: Lauser

Von Marvin Lauser

Am Samstag haben sich zwei Kunden bei Tafelleiter Lorenz Hettel erkundigt: „Öffnen Sie wirklich wieder?“ Am Montag hatte der Tafelladen dann wirklich wieder geöffnet. Von 14 bis 16 Uhr. Am Mittwoch soll der Caritas-Tafelladen am Cäcilienberg zur selben Zeit wieder geöffnet haben.
„Wir denken derzeit von Tag zu Tag“, sagt Hettel, der wie alle vor Ort einen Mundschutz und Einweghandschuhe aus Gummi trägt. Ob der Laden nächste Woche wieder wie gewohnt auf hat, kann er im Moment noch nicht sagen. „Hinter den Kulissen muss derzeit sehr viel organisiert werden.“

So wenig Kontakt wie möglich: Eine Kundin bezahlt bei der Caritas-Auszubildenden Neda Wahedi (links). Beide tragen Mund-Nasen-Schutz und Gummi-Handschuhe. Foto: Lauser

© marv

So wenig Kontakt wie möglich: Eine Kundin bezahlt bei der Caritas-Auszubildenden Neda Wahedi (links). Beide tragen Mund-Nasen-Schutz und Gummi-Handschuhe. Foto: Lauser

Die vielen Helfer der Tafel gehören fast alle der Coronavirus-Risikogruppe an. Von derzeit 98 Ehrenamtlern sind 70 laut Hettel 70 Jahre oder älter. „Das war auch der Grund, warum wir geschlossen hatten“, erklärt er. Die dringend benötigte Schutzausrüstung für Kunden und Helfer – Mundschutz und Handschuhe – habe man von privaten Spendern erhalten. Da der Tafelladen sehr beengt ist, haben die Helfer gestern Vormittag nach Hettels Angaben 150 Tüten mit Wurstwaren, Brot, Obst, Gemüse, Süßigkeiten und Getränken bestückt.

Hilfe von Freiwilligen

30 Freiwillige haben gestern ausgeholfen, wieder 30 andere werden morgen helfen, kündigt Hettel an. Wie es nächste Woche Mittwoch und Freitag aussieht, kann der Tafelleiter noch nicht sagen, morgen wird er abfragen, wer ihn in der nächsten Woche unterstützen wird. Ob die Tütenausgabe sich bewährt, weiß der Tafelleiter nicht, „im Moment sehe ich aber keine andere Möglichkeit“. Er spielt derzeit aber mit dem Gedanken, den Laden in der kommenden Woche wieder zu öffnen, weil sich ein Lehrer der Klosterschule vom Heiligen Grab bei ihm gemeldet und die Unterstützung seiner Klasse angeboten habe. Damit könnte er den Kontakt der Ehrenamtlichen aus Risikogruppen mit Kunden minimieren. „Wir sind überwältigt von der Unterstützung, die wir im Moment bekommen“, lobt Hettel das Engagement aus der Bevölkerung.

Den vollständigen Artikel können Sie in der Dienstagsausgabe des BT und im E-Paper lesen.


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.