Trinkwasser für den Garten

Rastatt/Baden-Baden (red) – Zum Frühlingsanfang geben Landratsamt Rastatt und die Stadt Baden-Baden Hinweise zur Gartenbewässerung in PFC-belasteten Gebieten.

Gärten in PFC-belasteten Gebieten sollten besser mit Trinkwasser gegossen werden. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

© dpa

Gärten in PFC-belasteten Gebieten sollten besser mit Trinkwasser gegossen werden. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

Bei der Bewässerung von Pflanzen mit PFC-belastetem Grundwasser können sich diese Substanzen in der Pflanze anreichern, heißt es in einer Mitteilung der Stadtpressestelle. Zur Prognose von Schadstofffahnen im Grundwasser wurde durch die Landesanstalt für Umweltschutz Baden-Württemberg (LUBW) ein Grundwassermodell entwickelt, das der Öffentlichkeit hier zur Verfügung steht. Aufgrund der Datenlage und dem Vorliegen von vereinzelt erhöhten Werten in Grundwasserproben gilt in diesen Gebieten die Empfehlung, auf die Bewässerung der Gartenanlagen mit Grundwasser zu verzichten. Stattdessen sollte Trinkwasser oder Regenwasser dafür genutzt werden.

Eigenes Brunnenwasser kann geben Gebühr untersucht werden

Das Grundwassermodell der LUBW wird in regelmäßigen Abständen aktualisiert. Neue Boden- und Wasseruntersuchungen fließen dabei genauso in die Prognose mit ein, wie neue Erkenntnisse aus der Forschung. Sobald sich aus den Messwerten oder dem Modell eine Neubewertung der Situation ergibt, werden die jeweiligen Gemeinden informiert und die Nutzungsempfehlungen gegebenenfalls aufgehoben. Es ist möglich, das eigene Brunnenwasser auf PFC untersuchen zu lassen. Die PFC-Geschäftsstelle im Landratsamt Rastatt und das Fachgebiet Umwelt und Arbeitsschutz der Stadt Baden-Baden geben dazu Auskunft über geeignete Labore sowie den erforderlichen Analyseumfang. Die Analyse des eigenen Brunnenwassers ist allerdings mit Kosten verbunden. Das Ergebnis ist nur über einen begrenzten Zeitraum aussagekräftig, weil sich die Konzentrationen der PFC im Grundwasser über die Jahre verändern.

Bewässerung mit Trinkwasser günstiger als Analyse

Gartenbesitzer sollten bedenken, dass die Bewässerung des Gartens über mehrere Jahre mit Trinkwasser in der Regel günstiger ist als eine einmalige Wasseranalyse auf PFC. Der durchschnittliche Bedarf für die Gartenbewässerung liegt bei etwa 10.000 Liter pro Jahr (entspricht zehn Kubikmeter). Bei einem Wasserpreis von 5,39 Euro (Stadtwerke Baden-Baden, zusammengesetzt aus Wasserpreis 2,41 Euro pro Kubikmeter und Schmutzwasserpreis 2,98 Euro pro Kubikmeter) entspricht dies Gesamtkosten von etwa 54 Euro im Jahr, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Informationen gibt es im Internet unter: www.baden-baden.de und www.lubw.baden-wuerttemberg.de.

Zum Artikel

Erstellt:
1. April 2020, 08:30 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 58sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.