Vergewaltigungsprozess in Baden-Baden: Angeklagter bricht Schweigen

Baden-Baden (nof) – Der wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung vor Gericht stehende ehemalige Leiter einer Pfadfindergruppe schilderte am Dienstag an ihm begangenen sexuellen Missbrauch.

Der Angeklagte im Prozess um eine Gruppenvergewaltigung hält sich vor Prozessbeginn einen Aktenordner vors Gesicht. Rechts sitzt sein Anwalt Andreas Kniep.  Foto: Sönke Möhl/dpa

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Der Angeklagte im Prozess um eine Gruppenvergewaltigung hält sich vor Prozessbeginn einen Aktenordner vors Gesicht. Rechts sitzt sein Anwalt Andreas Kniep. Foto: Sönke Möhl/dpa

Von Nico Fricke

Am Ende des dritten Prozesstags bricht der Angeklagte sein Schweigen: Recht hoch erscheint die Stimme des 64-Jährigen, der in den ersten Verhandlungstagen mit zahlreichen Zeugenaussagen konfrontiert wurde, die ihm sexuelle Übergriffe und ekelerregende Pfadfinderrituale unterstellen. Ungerührt hörte er sich diese Beschuldigungen an. Nun ergreift er selbst das Wort: „Erfolgreich“ und „gut“ spielen in seiner Selbstdarstellung eine große Rolle. Beim beruflichen Werdegang, aber auch bei seiner Tätigkeit als Fußballtrainer. Funk-Elektroniker hat er gelernt, eine Ausbildung als Erzieher absolviert, im Archiv und einem Lager gearbeitet, aber auch ein Fitnessstudio betrieben und sich als Hausmeister verdingt. Seit einigen Monaten ist er nun Rentner.

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Erstellt:
6. Oktober 2020, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 54sec

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