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Vier Fragen an: Philipp Jacob

Baden-Baden (naf) – Er ist nicht nur Fitness-Trainer, sondern auch Youtuber. Philipp Jacobs Kanal mit Videos zu den Themen Ernährung, Fitness und Lifestyle wird von insgesamt 37.300 Abonnenten verfolgt, seine Videos werden bis zu 200.000 Mal angeklickt. Der 27-jährige Baden-Badener erzählt von seiner ungewöhnlichen Karriere sowie dem Alltag eines Influencers.

„Wenn ich etwas mache, dann richtig“: Philipp Jacob veröffentlicht seit 2015 seine Videos auf Youtube. Foto: Jacob

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„Wenn ich etwas mache, dann richtig“: Philipp Jacob veröffentlicht seit 2015 seine Videos auf Youtube. Foto: Jacob

Von Nadine Fissl

BT: Philipp, wie kam es dazu, dass Du angefangen hast, Youtube-Videos zu drehen?

Philipp Jacob: Ich mache seit fast zehn Jahren leidenschaftlich Fitness- und Kraftsport, kümmere mich um meinen Körper, lebe gesund und vor ungefähr fünf Jahren habe ich Freunde kennengelernt, die auf der Plattform aktiv waren. Ich selbst habe davor noch nie mit dem Gedanken gespielt, Videos zu veröffentlichen und habe es mir auch nicht zugetraut. Ich kam aber in Kontakt mit sehr bekannten Youtubern, die mir gesagt haben: „Versuchs doch einfach mal“, sodass ich 2015 dann angefangen habe, meine ersten Videos zu drehen.

BT: Man kann auch Geld mit Youtube verdienen. Wie läuft das ab?

Jacob: Man braucht mindestens 1 000 Abonnenten und eine gewisse Klickzahl in den letzten zwölf Monaten, damit Youtube auch sieht, dass regelmäßig Inhalte veröffentlicht werden und du auch einen Mehrwert für die Plattform bietest. Die Schwelle ist zwar sehr gering, bis man ernst genommen wird und man damit Geld verdienen kann, aber gerade als kleiner Youtuber kann man nicht davon leben. Wenn man das Ganze mit dem Zeitaufwand gegenrechnet, muss man wirklich dafür brennen.

BT: Was rätst Du Menschen, die auch auf Youtube aktiv werden wollen?

Jacob: Die erste Frage ist „Warum möchtest du das?“ Dieser Grund ist deine Antriebskraft. Du musst gewillt sein, möglicherweise viele Jahre für etwas zu investieren, was nicht sicher ist. Man bekommt keine Garantie für den Erfolg. Für mich gibt es nur ein Konzept und das besteht aus harter Arbeit, Kontinuität und Authentizität.

BT: Stichwort harte Arbeit: Wie läuft denn ein „normaler“ Tag bei Dir ab?

Jacob: Relativ unstrukturiert. Ich starte den Tag damit, dass ich mich um mich selbst kümmere. Ich stehe auf, lese, bilde mich weiter und versuche, eine Inspiration für den Tag zu bekommen. Dann gehe ich zum Sport. Essen ist auch ein großer Teil meines Tages, ich koche sehr gerne. Ich arbeite von Zuhause aus, was ein Segen und Fluch zugleich sein kann, weil man sich die Arbeit selbst einteilen aber eben auch aufschieben kann. Das Produzieren und Schneiden von Videos kann auch bis spät in die Nacht gehen. Als stressig würde ich meinen Alltag nicht bezeichnen, auch dadurch, dass ich sehr viel Spaß an dem habe, was ich mache. Aber man muss ganz klar sagen, dass meine Arbeit mein Leben ist und, dass da auch sehr wenig Zeit für anderes bleibt.

„Vier Fragen an:“ ist eine Reihe der BT-Onlineredaktion. Die vier Fragen richten sich an Menschen, die gerade im Fokus stehen, etwas Interessantes erlebt oder zu erzählen haben oder aufgrund ihrer Tätigkeit interessant sind. Die Beiträge der Reihe werden sonntags um 6 Uhr auf der Homepage des Badischen Tagblatts veröffentlicht.

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Erstellt:
16. Februar 2020, 05:50 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 25sec

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