Christian Greilach bestätigt

Lichtenau (ar) – Die Mitglieder des Abwasserverbands „Schwarzwasser“ haben den Wirtschaftsplan 2020 verabschiedet.

300.000 Euro werden zur Finanzierung des neuen Blockheizkraftwerks zur Strom- und Wärmeerzeugung in der Kläranlage benötigt. Foto: Gemeinde Lichtenau

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300.000 Euro werden zur Finanzierung des neuen Blockheizkraftwerks zur Strom- und Wärmeerzeugung in der Kläranlage benötigt. Foto: Gemeinde Lichtenau

Von Gangl

„Dass es so lange dauern wird, bis wir uns wiedersehen und den Wirtschaftsplan 2020 verabschieden können, hätte ich mir im Dezember nicht vorstellen können“, sagte der Lichtenauer Bürgermeister Christian Greilach. Am Freitag bestätigten ihn die Mitglieder des Abwasserverbands „Schwarzwasser“, dessen Sitz in Lichtenau ist, einvernehmlich in seinem Amt als Vorsitzender. Stellvertreter bleibt sein Bürgermeisterkollege Helmut Pautler aus Rheinmünster. Kurz und bündig fiel die Verbandsversammlung wie gewohnt aus, denn die Themen waren bereits Ende vergangenen Jahres vorberaten worden. Einvernehmlich genehmigt haben die Mitglieder des Abwasserzweckverbands, dem die Stadt Lichtenau, die Gemeinde Rheinmünster und die Stadt Rheinau angehören, den Wirtschaftsplan 2020, der im Erfolgsplan ein Volumen in Höhe von rund 1,09 Millionen Euro und im Vermögensplan ein Volumen in Höhe von 772.400 Euro aufweist. Der Gesamtbetrag der Kreditaufnahme wird auf 300.000 Euro, der Höchstbetrag der Kassenkredite auf 100.000 Euro festgezurrt. Die Verbandsumlage wird auf insgesamt 996.200 Euro festgesetzt, davon 936.000 Euro für den Erfolgsplan und 60.200 Euro für den Vermögensplan. Aufgeteilt ist die Verbandsumlage auf Lichtenau mit 590.700 Euro, Rheinmünster mit 208.100 Euro und Rheinau mit 197.400 Euro.

Kredit in Höhe von 300.000 Euro

„Das ist eine Summe, die der Verband nicht alltäglich aufnimmt“, sagte Greilach zu der erforderlichen Darlehensaufnahme in Höhe von 300.000 Euro, die zur Finanzierung des neuen Blockheizkraftwerks (BHKW) zur Strom- und Wärmeerzeugung in der Kläranlage benötigt werden. Bereits vor sechs Jahren wurde aufgrund größerer Probleme mit dem BHKW eine Studie zur Faulgasnutzung in Auftrag gegeben. Zwischenzeitlich wurde die Anlage, die nun rund 65.000 Betriebsstunden läuft, zunehmend reparaturanfällig, sodass auf eine Neuanschaffung nicht verzichtet werden kann. Den Auftrag erhielt die Firma NQ-Service GmbH aus dem bayrischen Meinheim zum Angebotspreis von 356.609 Euro. Wie Jochen Molitor vom beauftragten Büro SAS Ingenieure informierte, seien in diesem Betrag auch die Kosten für die Wartung der nächsten vier Jahre enthalten. Die Arbeiten sollen noch in diesem Jahr zur Ausführung kommen.

Weiter informierte der Lichtenauer Bauamtsleiter Andreas Ludwig über die durchgeführte Untersuchung des rund 1.100 Meter langen Teilstücks des Kanals vom Verbandssammler Greffern zur Kläranlage, die im Rahmen der Eigenkontrollverordnung durchgeführt wurde. „Es sieht relativ gut aus, aber wir haben ziemliche Ablagerungen im Kanal“, so Ludwig. In der nächsten Verbandsversammlung wollen die Mitglieder den Bedarf der Sanierungsmaßnahmen behandeln. Im kommenden Jahr soll der Kanal von Helmlingen bis nach Scherzheim, im Jahr 2022 der Kanal von Memprechtshofen nach Muckenschopf sowie der Zulaufkanal von Ulm und Grauelsbaum bis zur Kläranlage untersucht werden.

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Erstellt:
5. Juli 2020, 14:00 Uhr
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