DRK-Kleiderladen sucht Helfer

Bühl (red) – Ein bunt-gemischtes Team mit Spaß an Mode leistet im DRK-Kleiderladen „Fundus“ in Bühl einen Beitrag für die Allgemeinheit. Nun werden weitere Helfer gesucht.

Christiane Müller-Richter weiß, wie wichtig es für Familien ist, schöne Dinge zum kleinen Preis erwerben zu können. Foto: DRK-Kreisverband

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Christiane Müller-Richter weiß, wie wichtig es für Familien ist, schöne Dinge zum kleinen Preis erwerben zu können. Foto: DRK-Kreisverband

So unterschiedlich die Situationen sind, in denen Menschen Hilfe brauchen, so vielfältig sind die Aufgaben, die ehrenamtliche Helfer beim DRK übernehmen. Im Kleiderladen „Fundus“ in der Rotkreuzstraße 1 in Bühl engagieren sich Ehrenamtliche, die in ihrer freien Zeit einen Beitrag für die Allgemeinheit einerseits leisten möchten, sich andererseits aber auch besonders für den Gedanken an Nachhaltigkeit begeistern können. Hier werden dringend weitere Helfer zur Unterstützung gesucht.

Das Team des „Fundus“ rund um Doris Schmith-Velten, Servicestelle Ehrenamt beim DRK-Kreisverband Bühl/Achern, ist bunt gemischt: Jeder bringt sich nach seinen Möglichkeiten und seinem individuellen Zeitfenster ein, heißt es in einer Mitteilung. Was alle verbindet, ist die Lebenserfahrung und die Begeisterung für den Umgang mit Menschen. Natürlich arbeiten im Kleiderladen auch Menschen, die Spaß an Mode und Secondhand-Kleidung haben. Den Weg zu „Fundus“ hat jeder auf ganz unterschiedliche Weise gefunden.

Christiane Müller-Richter ist über die Frage „Wohin mit den Fundsachen aus der Schule der Kinder?“ In Kontakt zum DRK-Kreisverband gekommen und schon seit fünf Jahren mit Freude dabei. Als Mutter weiß sie, wie wichtig es für Familien ist, schöne Dinge zum kleinen Preis erwerben zu können, denn das Wachstum der Kinder und das Budget machen den Einkauf wertiger Kleidung oft nicht einfach. „Als ich den ,Fundus‘ gesehen habe, wollte ich hier gerne mitmachen. Das Konzept, dass hier etwas zur Müllvermeidung getan wird und man außerdem die Möglichkeit schafft, dass alle sich schöne Dinge leisten können, hat mich einfach überzeugt. An den Tagen im ,Fundus‘ lerne ich auch Menschen kennen, die mit ihrer Kleiderspende einfach etwas Gutes tun und wertige Dinge in guten Händen wissen wollen, anstatt sie zum Müll zu geben“, wird sie in der Mitteilung zitiert. Im Bereich „Rot-Couture“ im Kleiderladen können die Kunden Markensachen finden. Müller-Richter: „Wer hier mit Spaß mitmachen möchte, sollte Freude am Sortieren und Aufräumen mitbringen, kommunikativ sein und Geduld im Umgang mit anderen haben, denn unsere Kunden stöbern einfach gerne.“

Derzeit nur ein Mann im Team

Thomas Kamm bringt die „Männer-Power“ in den Kleiderladen. Er ist derzeit der einzige Mann im Team, was ihn aber gar nicht stört, denn mit den Kolleginnen ergänzt man sich gut. „Jeder kann seine Arbeitszeiten bei uns frei bestimmen, ich selbst bin hier zwei- bis dreimal pro Woche vor Ort. Nachdem ich meinen Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben konnte, wollte ich einfach nicht daheim herumsitzen“, sagt Kamm. Er war schon als Jugendlicher mit dem Roten Kreuz in Verbindung, auch später im Katastrophenschutz, er hat in der Feldküche und dem Sanitätsdienst geholfen. Kamm: „Das gute Miteinander hat mir immer gefallen. Hier im Kleiderladen übernehme ich natürlich die handwerklichen und technischen Dinge, die bei uns anfallen und kümmere mich um das Lager. Wenn der Laden geöffnet ist, findet man mich aber auch an der Kasse.“

Wer sich gerne im Kleiderladen „Fundus“ engagieren möchte, der ist herzlich willkommen, sich bei Doris Schmith-Velten zu melden. Abwechslung sei garantiert und eine dankbare Kundschaft freue sich darauf, dass der „Fundus“ komfortable Öffnungszeiten anbietet, so das DRK. „Dies ist nur möglich, wenn wir noch Unterstützung bekommen“, so Schmith-Velten. „Einerseits müssen Verkauf und Annahme räumlich strikt getrennt werden, und wir können nur jeweils zwei Personen bedienen, andererseits zählen einige unserer ehrenamtlichen Helfenden selbst zur Corona-Risikogruppe, sodass sie derzeit nicht im tätig sein können. Wir freuen uns auf jeden, der Lust darauf hat, hier Sinnvolles und Nachhaltiges zu tun.“

Bei allen Spendern, die ihre gut erhaltene Kleidung im „Fundus“ abgeben, bedankt sich der DRK-Kreisverband in der Mitteilung. „Das Konzept, Hilfe für Menschen und Nachhaltigkeit zusammenzuführen, wird mit Ernsthaftigkeit weiterverfolgt – vielleicht auch irgendwann mit einem großflächigeren Sozialkaufhaus.“

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Erstellt:
3. Juli 2020, 11:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 56sec

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