Die Angst geht um in Scherwiller

Achern/Scherwiller (red) – Fautenbachs elsässische Partnergemeinde Scherwiller bekommt die Auswirkungen der Corona-Pandemie derzeit voll zu spüren. Sorge um Bewohner des Pflegeheims.

Im Festsaal der Gemeinde hat man eine ärztliche Corona-Beratung eingerichtet.  Foto: Gemeinde Scherwiller

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Im Festsaal der Gemeinde hat man eine ärztliche Corona-Beratung eingerichtet. Foto: Gemeinde Scherwiller

Von Michael Karle

Schwierigkeiten, wie sie in mehr als 50 Jahren Partnerschaft nicht zu erleben waren, macht die Fautenbacher Partnergemeinde Scherwiller im Zeichen des Coronavirus durch. „Bei uns herrscht sehr viel Angst. Die Menschen halten sich an das weitgehend bestehende Ausgehverbot, aber jeder fragt sich, wie das weitergehen soll“, sagt Bürgermeister Olivier Sohler.
Der 49 Jahre junge Maire hat nunmehr gerade seine erste Amtsperiode beendet und wie wohl alle Verantwortlichen in den Kommunen beidseits des Rheins Höchstarbeit zu verrichten. „Wir haben die älteren Mitbürger angerufen, um zu sehen, wer Hilfe braucht. Benötigtes wird den Menschen direkt vor das Haus gestellt“, erläutert Sohler. Seine größte Sorge gilt zurzeit den Bewohnern des Pflegeheims, das die Kommune vor einigen Jahren eingerichtet hat. Die Freunde aus Fautenbach und Scherwiller haben vor Jahren einen Partnerschaftsbaum vor dem Gebäude gepflanzt. Sohler: „Im Heim sind in den letzten zwei Wochen acht Menschen verstorben. Wir wissen nicht genau, ob der Virus hier mitgespielt hat.“

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Erstellt:
2. April 2020, 14:00 Uhr
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