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Ein Brutfloß für die Flussseeschwalbe

Rheinmünster (red) – Zahlreiche Helfer, Mitglieder des Angelsportvereins Greffern, des NABU Lichtenau/Rheinmünster sowie Mitarbeitende des Bauhofs der Gemeinde Rheinmünster installieren in den kommenden Tagen auf dem Vorlandsee in Greffern ein Brutfloß für die Flussseeschwalbe. Dieses ist überlebenswichtig für die Tiere.

Ohne die auf Baggerseen sowohl auf französischer als auch auf deutscher Seite installierten Brutflöße wäre die Flussseeschwalbe bei uns schon lange ausgestorben.  Foto: Guy Thomas

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Ohne die auf Baggerseen sowohl auf französischer als auch auf deutscher Seite installierten Brutflöße wäre die Flussseeschwalbe bei uns schon lange ausgestorben. Foto: Guy Thomas

Auf dem Vorlandsee in Greffern wird in den kommenden Tagen ein Brutfloß für die Flussseeschwalbe installiert. Zahlreiche Helfer, Mitglieder des Angelsportvereins (ASV) Greffern, des NABU Lichtenau/Rheinmünster sowie Mitarbeitende des Bauhofs der Gemeinde Rheinmünster unterstützen den Zusammenbau der zirka vier mal drei Meter großen Floßkonstruktion, die federführend durch das Institut für Landschaftsökologie und Naturschutz (ILN) aus Bühl betreut wird.
Die Maßnahmen wurden mit der Gemeinde Rheinmünster und dem ASV Greffern sowie dem Regierungspräsidium Karlsruhe abgestimmt, informiert das ILN in einer Pressemitteilung.

Ziel des Interreg-Projekts: Schutzmaßnahmen umzusetzen

Die Aktion ist Teil des grenzüberschreitenden Interreg-Projekts „Ramsar Biodiversität“, welches zum Ziel hat, für sechs verschiedene Tierarten – unter anderem die Flussseeschwalbe – konkrete Schutzmaßnahmen im Gelände umzusetzen. Diese Maßnahmen werden gemeinsam von den elsässischen und baden-württembergischen Projektpartnern, die französische Vogelschutzorganisation LPO, das ILN Bühl, der NABU Südbaden sowie weiteren Partnern, konzipiert und auf beiden Seiten der Oberrheinebene umgesetzt.

Die natürlichen Brutplätze der Flussseeschwalbe in der Oberrheinebene – vegetationsfreie Kiesinseln wie sie ursprünglich in der dynamischen Flussaue zahlreich vorkamen – sind seit er Begradigung und Kanalisierung des Rheins verschwunden. Daher ist die Art laut ILN dringend auf unsere Hilfe angewiesen. Ohne die seit Jahrzehnten auf Baggerseen sowohl auf französischer als auch auf deutscher Seite installierten Brutflöße wäre die Art bei uns schon lange ausgestorben. Finanziert wird das Projekt „Ramsar Biodiversität“ zu 50 Prozent durch die Europäische Union aus Mitteln des Interreg-Programms, die anderen 50 Prozent übernehmen die Naturschutzreferate der Regierungspräsidien Karlsruhe und Freiburg sowie zahlreiche weitere öffentliche und private Einrichtungen. Rheinmünster unterstützt das Projekt mit der möglichen Nutzung der gemeindlichen Fläche beziehungsweise des Gewässers als Standort für das Brutfloß. Das Liegenschaftsamt habe das Vorhaben wohlwollend begleitet und tatkräftig unterstützt, informiert das ILN

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Erstellt:
18. März 2020, 11:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 54sec

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