Firmentelefon stark frequentiert

Bühl (efi) – Die Auswirkungen der Virus-Pandemie auf die Gewerbetreibenden stellt auch die Bühler Wirtschaftsförderung vor besondere Herausforderungen. Um die Folgen der wochenlangen Schließungen abzufedern, arbeiten die Wirtschaftsförderer um Corina Bergmaier an Ideen und Projekten.

Das Gewerbegebiet Hurst am Rand von Vimbuch: Bühl besitzt eine vielfältige Unternehmenslandschaft. Foto: Archiv/Willi Walter

Das Gewerbegebiet Hurst am Rand von Vimbuch: Bühl besitzt eine vielfältige Unternehmenslandschaft. Foto: Archiv/Willi Walter

Von Edith Fischer

Die ökonomischen und steuerlichen Corona-Folgen sind immens. Die Auswirkungen der Virus-Pandemie auf die Gewerbetreibenden stellt auch die Bühler Wirtschaftsförderung vor besondere Herausforderungen. Als zentrale Anlaufstelle für alle unternehmerischen Fragen pflegt der städtische Fachbereich unter Leitung von Corina Bergmaier auch „in normalen Zeiten“ ständigen Kontakt mit Firmen und Geschäftsleuten. Corona hat die Wirtschaft in weiten Teilen infiziert. Es gibt kaum einen Bereich, der nicht von Problemen verschont bleibt. Von Pleiten und Schließungen im Zusammenhang mit den Einschränkungen weiß man im Rathaus bislang nichts, wo die Hotspots liegen, ist jedoch bekannt. Nach dem Lockdown reagierte das Team der Wirtschaftsförderung sofort, stellte tagesaktuelle Informationen über Förderanträge, Kredite und Soforthilfen bereit und richtete ein Firmentelefon ein. Das Resultat: „Wir haben den ganzen Tag telefoniert“, berichtet Bergmaier über „längere Gespräche“. Vor allem Kleinunternehmer, Soloselbstständige und Freiberufler, etwa aus Kosmetik- und Tattoo-Studios, meldeten sich und erkundigten sich nach Hilfen. Hart getroffen hat die mehrwöchige Zwangspause in der Zwetschgenstadt neben den Soloselbstständigen insbesondere Modegeschäfte, Gastronomie, Hotels und Boarding Houses, sagt Bergmaier. Andere Sparten leiden ebenfalls, Autohäuser oder Friseure etwa, ergänzt die Leiterin des Fachbereichs Wirtschafts- und Strukturförderung, Baurecht. Weitere Unsicherheiten bringen die für Bühls Gewerbesteuereinnahmen so eminent wichtigen Automobilzulieferer, die bereits vor Corona die Strukturkrise in der Automobilindustrie zu spüren bekamen. Die Folgen: Vor fast genau einem Jahr verhängte OB Hubert Schnurr eine Haushaltssperre. Neben all den Notlagen gibt es auch Lichtblicke. Unternehmen mit innovativen Produkten im Portfolio, wie die Firma Picosens in den Bußmatten, die einen berührungslosen Schalter entwickelt hat, seien in der Lage, ihr Geschäft auszubauen. „Einige Firmen haben mehr zu tun, andere weniger“, beobachtet Bergmaier. Das Handwerk, so ihre Einschätzung, sei noch mit Aufträgen beschäftigt und „noch nicht in das große Loch gefallen“, die weitere Entwicklung jedoch noch ungewiss. „Unsere Region ist sehr wirtschaftsstark. Davon leben viele Handwerker und Dienstleister“, sagt die Wirtschaftsförderin. Kaum beeinträchtigt haben sich nach ihrer Wahrnehmung die Grundstücksanfragen bei der Stadt, von denen nach wie vor zahlreiche eingehen. Ebenfalls bemerkenswert: Das jüngste Bühler Gewerbegebiet in Oberbruch ist so gut wie ausgebucht, nur noch wenige Grundstücke sind vorhanden, vermeldet Bergmaier.

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Erstellt:
27. Mai 2020, 06:00 Uhr
Lesedauer:
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