Hölzerne Unikate aus dem Hühnerstall

Bühl (sre) – Dominik Schmidt und Katharina Doll fertigen von Hand Produkte aus Holz. Im Frühjahr 2019 ist das Duo von Bühl auf den Hagenberghof oberhalb von Sasbachwalden gezogen. Dort, in einem ehemaligen Hühnerstall, haben sie sich eine großzügige Werkstatt eingerichtet.

Brettchen in ungewöhnlichen Formen zieren eine Wand in der Werkstatt. Inzwischen bauen Dominik Schmidt und Katharina Doll aber auch Möbel.  Foto: Sarah Reith

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Brettchen in ungewöhnlichen Formen zieren eine Wand in der Werkstatt. Inzwischen bauen Dominik Schmidt und Katharina Doll aber auch Möbel. Foto: Sarah Reith

Von Sarah Reith

Wenn Dominik Schmidt und Katharina Doll erzählen, dann sprudeln die Ideen nur so. Ende 2018 hat das Paar in Bühl ganz offiziell die Manufaktur Holzkind gegründet. Die Spezialität: handgefertigte Brettchen, Schalen, Dosen und Löffel – jedes Stück ein Unikat. Doch damit ist das Portfolio des kreativen Duos längst nicht erschöpft: In Zukunft sollen zum Beispiel auch Möbel und Schmuck aus Holz dazukommen. Angefangen haben die beiden mit der Produktion im elterlichen Haus von Dominik Schmidt in Bühl. Im Frühjahr 2019 ist der 25-Jährige dann auf den Hagenberghof oberhalb von Sasbachwalden gezogen, den die Familie eines Schulfreundes betreibt. Dort, in einem ehemaligen Hühnerstall, haben sich Schmidt und Katharina Doll aus Ottersweier nach und nach eine großzügige Werkstatt eingerichtet. Die Ruhe und die Nähe zur Natur, die traumhafte Aussicht ins Tal – einen besseren Standort, um kreativ mit dem Material Holz umzugehen, könnte man kaum finden. Eines der Projekte für die Zukunft ist denn auch, aus einem Teil des Stalls einen Showroom zu machen und womöglich sogar einen Verkauf vor Ort zu ermöglichen, von dem zum Beispiel die vielen vorbeikommenden Wanderer profitieren könnten. Denn bislang gibt es die kleinen Holzkunstwerke des Paars nur auf deren Internetseite zu kaufen – und vor Coronazeiten auf Kunsthandwerkermärkten und Designmessen. Noch sind die beiden nicht auf Geschäfte in der Region zugegangen, um vielleicht so eine zusätzliche Vermarktungsmöglichkeit aufzutun. Erst einmal wollte das Paar eine professionelle Internetseite und ausgefeilte Produkte zu bieten haben. Doch mittlerweile sind sie bereit für die nächsten Schritte – und wollen ihr Projekt weiter voranbringen. Am kreativen Prozess ebenso wie an der Ausgestaltung sind beide gleichermaßen beteiligt, das ist ihnen wichtig. Dabei bewegen sich die ungewöhnlichen Stücke irgendwo im Spannungsfeld zwischen Kunst und Handwerk.

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Erstellt:
21. Juli 2020, 06:30 Uhr
Lesedauer:
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