Kreatives Video trotz Krise

Lichtenau/Berlin (marv) – Die Neo-Soul-Sängerin Leona Berlin hat heute ein neues Musikvideo veröffentlicht. Aufgenommen wurde es in zahlreichen Städten – trotz Corona-Krise. Darin sind viele junge Frauen zu sehen, einige davon tanzend. Sie sollen die die titelgebende „Feminine Energy“ repräsentieren.

Nur die Sequenzen, in denen Leona Berlin zu sehen ist, wurden von Profis gefilmt, der Rest des Musikvideos besteht aus kurzen Handyvideos.  Foto: Pålee

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Nur die Sequenzen, in denen Leona Berlin zu sehen ist, wurden von Profis gefilmt, der Rest des Musikvideos besteht aus kurzen Handyvideos. Foto: Pålee

Von Marvin Lauser

Die Corona-Pandemie trifft viele Menschen hart. Auch Künstlerinnen stellt sie vor enorme Herausforderungen – sei es finanzieller Art oder beispielsweise beim Videodreh. Auch die in Hügelsheim und Iffezheim aufgewachsene Sängerin Leona Berlin musste umdenken. Etwa ein dutzend Konzerte musste sie absagen. „Als Sängerin bin ich auf die Konzerteinnahmen angewiesen“, sagte sie dem BT am Telefon. „Ich habe echt Glück gehabt, dass ich 5000 Euro Soforthilfe erhalten habe“.

Ihre Single „Wrong Lane“, die für Mai angedacht war und auf der Rap-Ikone Snoop Dogg vertreten ist, erscheint coronabedingt frühestens im September. Um die Zeit zu überbrücken, wollte Berlin eine andere Single vorziehen. Doch es gab noch kein Musikvideo. Aber wie dreht man ein solches inmitten einer weltumspannenden Krise?

Unabhängig von Erwartungen und Schönheitsidealen

Obwohl Zuhause bleiben angesagt war, ist das Video zu ihrer am gestrigen Freitag erschienenen Single „Feminine Energy“ an völlig unterschiedlichen Orten entstanden. Über ihre Social-Media-Kanäle hat die 28-Jährige ihre Fans und Freunde dazu aufgerufen, ihr kurze Videosschnipsel zuzuschicken. „Mein Song handelt von der Einzigartigkeit und Vielseitigkeit weiblicher Energie – so wie sie sich authentisch entfaltet, unabhängig von Erwartungen, sozialen Rollen und Schönheitsidealen“, gab Berlin das Thema vor. Frauen aus Berlin, Freudenstadt, Mainz, Köln, Wien, Paris und sogar Mexiko haben sich daraufhin tanzend mit ihren Smartphones gefilmt. Auch ihre Schwester Alisa Berlin und ihre Mutter Martina Kreidenweis-Berlin haben in ihrer Wohnung in Scherzheim mitgemacht und nun Kurzauftritte im Video. „Durch die Corona-Krise lernt man neue Skills“, findet Berlin. Aus Kostengründen habe sie das Video selbst geschnitten. Dafür kann sich das Ergebnis aber sehen lassen. Es ist seit heute auf Youtube zu sehen.

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Erstellt:
6. Juni 2020, 08:30 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 51sec

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