Lichterachse statt Adventsmarkt in Bühl

Bühl (red/efi) – Die Stadt Bühl plant ein an Corona angepasstes Programm im Advent. Dabei sollen Stände sich großzügig durch die Innenstadt ziehen.

In Bühl wird es coronabedingt keinen Adventsmarkt in der bekannten Form geben. Ein Alternativprogramm soll für vorweihnachtliches Ambiente sorgen. Foto: Bernhard Margull/BT-Archiv

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In Bühl wird es coronabedingt keinen Adventsmarkt in der bekannten Form geben. Ein Alternativprogramm soll für vorweihnachtliches Ambiente sorgen. Foto: Bernhard Margull/BT-Archiv

Der Bühler Adventsmarkt rund um die Pfarrkirche St. Peter und Paul und die beiden Rathäuser zählt in der Zwetschgenstadt traditionell zur vorweihnachtlichen Zeit. Aufgrund der Corona-Pandemie kann der Bühler Adventsmarkt nicht in seiner gewohnten Form stattfinden. Deshalb haben die Stadt Bühl und die Innenstadtgemeinschaft Bühl in Aktion (Bina) ein Alternativprogramm erarbeitet: Unter dem Titel „Bühl im Advent“ soll sich vom 27. November bis 20. Dezember eine Lichterachse mit Ständen durch die Stadt ziehen – „eine charmante und coronakonforme Alternative“, wie die Stadtverwaltung formuliert.

Die Lichterachse beginnt bei „Peters gute Backstube“ in der Eisenbahnstraße, zieht sich durch den Stadtgarten bis zum Kirchplatz und von dort über die Schwanenstraße zum Johannesplatz. „Durch das großzügige Platzkonzept, verbunden mit einer attraktiven Beleuchtung, soll eine weihnachtliche Stimmung im Herzen unserer Stadt entstehen“, so OB Hubert Schnurr. Zur Einhaltung der Hygienebestimmungen wird es in diesem Jahr allerdings keine Bühne auf dem Kirch- und Marktplatz geben. Neben dem Rahmenprogramm fällt auch der Alkoholausschank der Pandemie zum Opfer. Damit, so die Stadtverwaltung, folgen die Verantwortlichen einer entsprechenden Empfehlung der Landesregierung.

„Hitzige Diskussionen“ um Alkoholausschank

„Wir freuen uns, dass der Adventsmarkt in veränderter Form stattfinden kann“, sagt Bina-Vorstand Sebastian Böckeler. Das mehrwöchige vorweihnachtliche Programm locke alljährlich viele Besucher nach Bühl und trage damit auch zur Stärkung der Kaufkraft bei. Das nun geplante alternative Format sei zwar mit Abstrichen verbunden, dennoch seien sich die Händler einig, „der Gesundheitsschutz geht vor“. Viele Standbetreiber hätten signalisiert, wieder mitmachen zu wollen, schildert Böckeler. Wieviele sich letztlich an „Bühl im Advent“ beteiligen, ist laut Marius Merkel vom städtischen Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit augenblicklich aber noch offen. „Wir stehen noch am Anfang der Planungen.“

Viel verspricht sich die Bina von einem erweiterten Lichtkonzept, das für eine deutliche visuelle Aufwertung sorgen soll. Neben der Hauptstraße werde eine zweite illuminierte Achse zwischen Stadtgarten und Johannesplatz geschaffen. Dass wohl zum ersten Mal in der Geschichte des Bühler Adventsmarkts kein hochprozentiger Glühwein ausgeschenkt wird, habe durchaus zu „hitzigen Diskussionen“ geführt, offenbart der Bina-Vorsitzende, schließlich sei man aber der Empfehlung des Sozialministeriums gefolgt.

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Erstellt:
18. Oktober 2020, 12:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 06sec

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