Neuer Mast für schnelleren Mobilfunk

Rheinmünster (red) – Die Bauarbeiten an einem neuen Mast für schnelleren Mobilfunk in Greffern haben begonnen. Die Inbetriebnahme soll voraussichtlich 2021 stattfinden.

Verbesserte Versorgung: Mit dem neuen Standort soll man in Greffern und Umgebung schneller und stabiler mobil surfen sowie telefonieren können. Foto: Gemeinde Rheinmünster

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Verbesserte Versorgung: Mit dem neuen Standort soll man in Greffern und Umgebung schneller und stabiler mobil surfen sowie telefonieren können. Foto: Gemeinde Rheinmünster

Der Rheinmünsteraner Ortsteil Greffern bekommt einen 30 Meter hohen Stahlgittermast mit zwei Antennenplattformen. Der Mobilfunkstandort wird in Zukunft das Mobilfunknetz der Telekom in Greffern und Umgebung ergänzen.

Wie die Gemeinde Rheinmünster mitteilt, haben die Bauarbeiten am 1. Oktober begonnen. Als vorbereitende Maßnahmen hat die „Deutsche Funkturm“ zum Schutz des Polderwegs insgesamt 185 Meter mit Stahlplatten ausgelegt und den Standplatz für das Bohrgerät eingeschottert. Zudem musste die Baustelle im Vorfeld einer Bombensondierung unterzogen werden.

Die vorbereitenden Maßnahmen sind nun abgeschlossen, sodass voraussichtlich in diesen Tagen die Hauptbauarbeiten starten können, heißt es weiter. Aufgrund der unmittelbaren Nähe zum Rhein besteht die Herausforderung, dass der Grundwasserstand sehr hoch ist. Aus diesem Grund hat die „Deutsche Funkturm“ von einem Standardaufbau abgesehen und sich für eine aufwendigere Bauweise, die sogenannte „Tiefengründung Bohrpfahl“, entschieden. Zunächst erfolgt die Pfahlgründung. Bei diesen Arbeiten handelt es sich um die Erstellung eines rund zehn Meter tiefen und 1,5 Meter breiten Bohrpfahls. Im Anschluss wird der Fundamentkopf erstellt, auf dem im späteren Verlauf der Stahlgittermast verankert wird. Danach erfolgt die Installation der Antennenanlage sowie des Netzanschlusses und der Stromversorgungsanlage. Die Maststellung wird laut Gemeindemitteilung voraussichtlich Ende des Jahres vorgenommen.

Nach der Übergabe des Standortes an die Mobilfunkbetreiber kann der Mast in Betrieb genommen und in ihr Netz integriert werden. In der Regel geht ein Standort zwei bis sechs Monate nach der Fertigstellung der Infrastruktur in Betrieb und kann von den Kunden genutzt werden. Die Fertigstellung der Außenanlagen mit Bepflanzung ist laut Mitteilung voraussichtlich im ersten Quartal 2021 vorgesehen.

Vor allem Telekom-Kunden profitieren

Mit dem Mobilfunkmast, den die „Deutsche Funkturm“ im Auftrag der Telekom baut, bekomme Greffern „einen modernen und zukunftsfähigen Mobilfunkstandort“, so Lea Borgers, Pressesprecherin bei „Deutsche Funkturm“. In erster Linie würden zwar Telekom-Kunden davon profitieren, allerdings werde der Standort „auch allen anderen Mobilfunkanbietern“ angeboten, sodass keine zusätzlichen Masten errichtet werden müssten. Die bisherigen Bauarbeiten seien jedenfalls „gut verlaufen.“

Die Telekom will laut Mitteilung die Zahl ihrer Mobilfunkstandorte in Deutschland von aktuell 31 600 auf 36 000 in 2021 erhöhen. Dazu baut und betreibt die „Deutsche Funkturm“ (DFMG) deutschlandweit Mobilfunkstandorte mit Zuschnitt auf die jeweilige Region: von den großen Fernsehtürmen über Mobilfunkmasten und Dachstandorte bis zu Kleinfunkzellen (Small Cells). Dieser Ausbau sei ein wichtiger Baustein für das künftige 5G-Netz. 5G gilt als Standard für Kommunikation in der Zukunft. Er kombiniert Festnetz und Mobilfunk.

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Erstellt:
20. Oktober 2020, 14:00 Uhr
Lesedauer:
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