Offener Brief an die Landesregierung

Bühl (fvo) – Weil sie sich durch die Corona-Verordnungen quasi der Grundlage für ihrer Berufsausübung entzogen fühlt, hat Daniela Fromme, die in Bühl eine Tanzschule führt, einen offenen Brief an die Landesregierung geschrieben. In ihren Räumlichkeiten dürften derzeit nur zwei Personen inklusive Tanzlehrer tanzen. Das macht natürlich keinen Sinn.

Not very amused: Daniela Fromme (links) könnte maximal zwei Tanzwilligen gleichzeitig Unterricht anbieten. Foto: Tanzschule Fromme

© bema

Not very amused: Daniela Fromme (links) könnte maximal zwei Tanzwilligen gleichzeitig Unterricht anbieten. Foto: Tanzschule Fromme

Von Franz Vollmer

Wie viel Engel passen auf die Spitze einer Nadel, hat sich Dichter Christian Morgenstern mal gefragt – ohne allerdings zu einer überzeugenden Antwort zu kommen. Wie viele Menschen in eine Tanzschule passen in Zeiten von Corona – diese Frage ist immerhin vorerst beantwortet, allerdings auch nicht wirklich befriedigend. Nicht mal im Ansatz, wie das Beispiel der Tanzschule von Daniela Fromme in Bühl zeigt.
„Die neue Verordnung für Sportstätten ist ein schönes Geschenk, das wir nur leider nicht auspacken können“, bringt es die Inhaberin auf den Punkt. Wie die Schneekönige habe man sich jüngst gefreut auf die Nachricht, dass Tanzschulen hierzulande am 2. Juni wieder öffnen dürfen. Doch die Euphorie war schnell passé, als der dezidierte Auflagenkatalog des Landes kam. Denn der sah vor, dass „pro Person mindestens 40 Quadratmeter zur Verfügung stehen müssen“. Für Fromme ein „Schlag ins Gesicht“.

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Erstellt:
29. Mai 2020, 08:30 Uhr
Lesedauer:
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