Regionale Speisen zum Mitnehmen

Bühlertal (red) – Die Naturpark-Wirte sind zufrieden: Der angebotene Abhol- und Lieferservice wird gut angenommen.

Mit „Take away-Lösungen“ entgegen die Naturpark-Wirte den coronabedingten Schließungen ihrer Lokale.  Foto: Naturpark-Wirte

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Mit „Take away-Lösungen“ entgegen die Naturpark-Wirte den coronabedingten Schließungen ihrer Lokale. Foto: Naturpark-Wirte

Die wochenlange Schließung von Restaurants, Gaststätten und Hotels stürzt eine ganze Branche in wirtschaftliche Existenznot – auch im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord. Doch selbst in der größten Krise lasse sich Positives finden. So freut sich Rolf Berlin, Vorsitzender der Naturpark-Wirte-Vereinigung, über die rege Nutzung der angebotenen Abhol- und Liefermöglichkeiten.
„Wir erfahren von unseren Stammgästen, aber auch von neuen Gästen sehr viel Zuspruch. Alle wollen helfen. Das ist ein gutes Gefühl“, so Berlin in einer Pressemitteilung des Naturparks. Bereits 17 Naturpark-Wirte bieten einen täglich wechselnden Mittagstisch oder ganze Menüs zum Mitnehmen an – Tendenz steigend, heißt es.

Der Naturpark unterstützt die Wirte durch Bündelung aller Informationen auf seiner Homepage. „Was nützen die schönsten Wanderwege, wenn viele Hotels und Gaststätten nach der Krise nicht mehr da sind?“, wirbt Naturpark-Vorsitzender Klaus Mack für die Unterstützung der Betriebe.

Krise wird auch als Chance gesehen

Für die ergriffenen Maßnahmen und Schließungen hat Rolf Berlin Verständnis. „Die Politik hat schnell und richtig reagiert. Gesundheit geht vor“, erklärt der Senior-Chef vom Hotel „Berlins Krone-Lamm“ aus Bad Teinach-Zavelstein. Die Gastronomie unterstütze den Gesundheitsschutz, auch der Gast solle diese Sicherheit spüren, so Berlin. In der Krise sieht der gelernte Koch auch eine Chance – für ein größeres regionales Bewusstsein in Bezug auf Lebensmittel. Er befürchtet jedoch, dass bis zur Rückkehr zur Normalität noch viel Zeit vergehen werde. Dies stelle große und kleine Betriebe vor existenzielle Probleme. „Für viele Betriebe ist die ‚Take away-Lösung‘ nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Was wir jetzt brauchen, ist ein Rettungsschirm für die Hotellerie und Gastronomie. Die temporäre Absenkung des Mehrwertsteuersatzes auf sieben Prozent war ein erster wichtiger Schritt“, wird Berlin in der Mitteilung zitiert.

Unterstützung signalisiert Klaus Mack: „Irgendwann kommt der Punkt, wo es schrittweise Lockerungen und schließlich wieder einen Normalbetrieb geben wird. Für die Übergangszeit ist ein Rettungsschirm für die Hotellerie und Gastronomie in höchstem Maße notwendig.“ Würde eine große Zahl der örtlichen Betriebe für immer schließen müssen, seien die Folgen für die Schwarzwälder Kulturlandschaft gravierend, so Mack weiter. Und: „Unsere Naturpark-Wirte sind eine tragende Säule nicht nur des Tourismus, sondern auch ein wichtiges Bindeglied für eine funktionierende Landschaftspflege und eine nachhaltige Regionalvermarktung. Wir müssen diese Krise gemeinsam bewältigen und den Grundstein für einen Ausbau und die Stärkung regionaler Lieferketten legen.“ Eine Übersicht über die Naturpark-Wirte findet sich unter www.naturparkschwarzwald.blog.

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Erstellt:
28. April 2020, 14:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 14sec

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