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Rheinfähre Drusus stellt den Betrieb ein

Rheinmünster (fvo) –Die Coronakrise beschleunigt das Ende des Fährbetriebs zwischen Greffern und Drusenheim. Am Freitag hätten sowieso fällige Instandhaltungsarbeiten beginnen sollen.

Endstation: „Zum Schutze der Bevölkerung und der Mitarbeiter“ wird der Fährdienst bei Greffern eingestellt. Foto: Margull

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Endstation: „Zum Schutze der Bevölkerung und der Mitarbeiter“ wird der Fährdienst bei Greffern eingestellt. Foto: Margull

Von Franz Vollmer

Die Rheinfähre Drusus hat ab sofort ihren Dienst eingestellt. Fünf Tage vor den ohnehin fälligen Instandhaltungsarbeiten, die von Freitag, 20. März, bis zum 15. Juni dauern sollen, ist die Fährverbindung am Sonntag zwischen Greffern und Drusenheim eingestellt worden. Dabei handelt es sich, wie Sylvie Mertz, Pressesprecherin des Départements Bas-Rhin gestern auf Anfrage mitteilte, um eine verschärfte Schutzmaßnahme zur Eindämmung des Coronavirus. Die Sperrung des Übergangs sei „sowohl zum Schutze der Bevölkerung als auch zum Schutze der Mitarbeiter“ vorgenommen worden.

Auf der kostenlos nutzbaren Fähre arbeiten insgesamt neun Kräfte im Zwei-Schicht-Betrieb. Für Nutzer kommen als Alternative zum Übersetzen damit vorerst nur die 15 beziehungsweise 20 Kilometer entfernten Rheinübergänge bei Iffezheim oder Gambsheim in Frage – das ist allerdings aufgrund der jüngsten staatlichen Abriegelungsmaßnahmen derzeit ohnehin nur Berufspendlern erlaubt. Für die Instandhaltungsarbeiten selbst sind knapp drei Monate anberaumt.

Eigentlich quert die Drusus 60 bis 100 Mal täglich den Rhein

Neben der alle drei Jahre vorgeschriebenen Wartung der Fähre und nötigen Modernisierung des Maschinenparks sind umfangreiche Umbauarbeiten der beidseitigen Anlegestellen beziehungsweise Zugangsplattformen geplant. So soll am Festland etwa ein neuer Rad- und Fußweg entstehen sowie Ampeln, Schranken und Beleuchtung automatisiert werden (wir berichteten). Die Kosten belaufen sich insgesamt auf rund 1,07 Millionen Euro, wobei das Land Baden-Württemberg 406500 Euro und das Département Bas-Rhin 663500 Euro beisteuern.

Im Schnitt überquert die Fähre täglich 60 bis 100 Mal den Rhein, was im Jahr rund 5000 Betriebsstunden bedeutet. Sie ist für Fußgänger, Fahrrad- und Motorradfahrer sowie Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen zugelassen und hat eine Kapazität von zehn Fahrzeugen und 90 Passagieren.

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Erstellt:
17. März 2020, 11:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 50sec

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