Schulstandort Bühlertal im Blick

Bühlertal (cn) – Interessante Nachrichten für Bühlertal hatte Kultusministerin Susanne Eisenmann bei ihrem Besuch in der Talgemeinde im Gepäck: Unter anderem meinte die Ministerin, eine Neueröfnung der Bühlertäler Realschule sei denkbar

Kultusministerin Susanne Eisenmann (links) trägt sich im Beisein von Bürgermeister Hans-Peter Braun (rechts) und MdL Tobias Wald (Mitte) in das Goldene Buch der Gemeinde Bühlertal ein. Foto: Nickweiler

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Kultusministerin Susanne Eisenmann (links) trägt sich im Beisein von Bürgermeister Hans-Peter Braun (rechts) und MdL Tobias Wald (Mitte) in das Goldene Buch der Gemeinde Bühlertal ein. Foto: Nickweiler

Von Nickweiler

Bei einem Besuch in der Talgemeinde diskutierte Kultusministerin Susanne Eisenmann mit Eltern und Lehrern über Defizite im Schulsystem und den Schulstandort Bühlertal. Anschließend trug sich die Ministerin in das Goldene Buch der Gemeinde ein.

Mit Verspätung traf die Kultusministerin bei ihrem Besuch in Bühlertal in Begleitung des CDU-Landtagsabgeordneten Tobias Wald in der Franziska-Höll-Schule ein. Dort hatte sich der Grundschulchor unter der Leitung von Ute Kirn bereits aufgestellt und brachte zur Begrüßung drei Lieder zu Gehör.

In seinen Grußworten ging Schulleiter Paul Meer auf die von der Ministerin verwendete Formulierung der „Verlässlichkeit aller Beteiligten“ in der Schulpolitik ein und sagte: „Danke für dieses Zitat.“ Er hoffe durch das Gespräch mit der Ministerin auf Empfehlungen, wie man die Schulen am Standort erhalten könne.

Eisenmann lud dann die anwesenden Lehrer und Eltern ein, mit ihr über Kritikpunkte zu diskutieren. Eisenmann bekannte sich in ihrer Rede klar zu den „Zwergschulen“ nach dem Prinzip „kurze Beine, kurze Wege“ und räumte Fehler in der Vergangenheit ein, die zu einem Aussterben der Werkrealschulen geführt hätten.

So würden bei dem derzeit in der dritten Lesung erarbeiteten Schuländerungsgesetz die schwächeren Standorte gestärkt werden. Durch die neuen Berechnungsgrundlagen wäre laut der Ministerin die Werkrealschule in Bühlertal wohl nicht geschlossen worden. Eisenmann meinte, dass eine Neueröffnung mit dem neuen Gesetz grundsätzlich denkbar wäre.

Neben dem Thema der Ganztagesbetreuung und der Wiedereinführung einer veränderten Form der Grundschulempfehlung bemängelten einige anwesende Lehrer, dass in der Realschule Schüler auf Hauptschulniveau in der 5. und 6. Klasse gemeinsam mit Realschülern unterrichtet würden. „Eltern haben Angst, dass das Bildungsniveau verwässert wird“, äußerte Schulleiter Paul Meer seine Bedenken.

„Da, wo Realschule draufsteht, muss Realschule drin sein. Es war ein Fehler, die Hauptschule in der Realschule anzubieten“, antworte Eisenmann begleitet vom Applaus der Gäste. Sie teilte mit, dass diese Defizite mit dem neuen Gesetz beseitigt würden.

Eine Lehrerin fragte bei der Gelegenheit zudem, warum die derzeit vakante Rektorenstelle der Dr.-Josef-Schofer-Schule bislang noch nicht ausgeschrieben worden sei. Die Ministerin wunderte sich darüber und verwies auf die Zuständigkeit des Schulamtes. Auch kündigte sie an, dass durch das neue Schuländerungsgesetz kleinere Schulen Konrektoren und Verwaltungsassistenten bekommen sollen.

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Erstellt:
5. März 2020, 21:00 Uhr
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