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Sondererlaubnis für medizinische Fracht: Flieger dürfen landen

Rheinmünster (red) – Eine Ausnahmeregelung macht es möglich, dass im Zeitraum von Montag, 6. April, bis 22. April Frachtflieger, die normalerweise in Stuttgart landen, den Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden ansteuern. Pro Flug sollen so bis zu 24 Tonnen medizinische Fracht geliefert werden.

Ein Mann vor der geöffneten Ladeklappe eines Frachtflugzeugs.  Symbolfoto: Eric Lalmand/BELGA/dpa

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Ein Mann vor der geöffneten Ladeklappe eines Frachtflugzeugs. Symbolfoto: Eric Lalmand/BELGA/dpa

Zwischen 6. und 22. April werden auf dem Baden-Airport ausnahmsweise früh morgens Frachtflüge aus Leipzig landen, die normalerweise den Flughafen Stuttgart ansteuern. Die Flugzeuge transportieren laut Mitteilung des Airports unter anderem auch medizinisches Gerät.
Bei den Nachbargemeinden Hügelsheim und Rheinmünster sei nachgefragt worden, ob im Rahmen einer zeitlich befristeten und mengenmäßig begrenzten Ausnahmegenehmigung insgesamt neun Landungen auf dem Baden-Airport außerhalb der üblichen Betriebszeiten zugestimmt werden könne, teilte gestern die Gemeinde Rheinmünster mit. „Dies betrifft Frachtflüge aus Leipzig, die hier um 5.15 Uhr ankommen.“ Das zulässige Zeitfenster für den Flugbetrieb am Baden-Airport beginnt, so die grundsätzlich einzuhaltende Regelung, eigentlich erst um 6 Uhr. Deshalb ist eine Ausnahmegenehmigung nötig.

Die Flüge sollten eigentlich den Flughafen in Stuttgart ansteuern. Der dortige Betreiber, die Flughafen Stuttgart GmbH (FSG), die auch Hauptgesellschafter der Baden Airpark GmbH (BAG) ist, plane aufgrund der Corona-Krise, die Sanierung der dortigen Landebahn vorzuziehen, heißt es. „Dafür ist der dortige Flughafen im Zeitraum vom 6. bis zum 22. April zu schließen.“ Deshalb sei die Verlegung von insgesamt neun in diesem Zeitraum geplanten Flügen, die vom Drehkreuz Halle/Leipzig erfolgen, zum Baden-Airport nötig. „Dies hat zur Folge, dass ankommende Waren, pro Flug sind dies zirka 24 Tonnen, per Lastwagen zwischen dem Baden-Airport und dem Flughafen Stuttgart befördert werden müssen“, heißt es weiter. BAG-Geschäftsführer Manfred Jung hat laut Mitteilung darauf hingewiesen, dass es sich bei den ankommenden Waren unter anderem um medizinisches Gerät und medizinische Ausstattung handelt.

Betriebspflicht wegen Rettungshubschrauber

Es gehe in diesen Zeiten um die Aufrechterhaltung der Lieferketten. Dies liege im öffentlichen Interesse. Beim eingesetzten Fluggerät handelt es sich, so der BAG-Geschäftsführer, um Maschinen, welche auch den strengen Vorgaben für den Stuttgarter Flughafen entsprechen. An den Osterfeiertagen finde kein Flugverkehr statt.

Vor diesem Hintergrund hat sich die Geschäftsführung der BAG an die Gemeindeverwaltungen von Rheinmünster und Hügelsheim gewandt und um Zustimmung der Standortgemeinden gegenüber der Luftaufsichtsbehörde gebeten. Die Zustimmung sei kurzfristig erteilt worden, mit dem Hinweis, dass hier eine besondere Einzelfallentscheidung vorliege und damit keine Aufweichung der Betriebszeiten verbunden sein könne.

Die BAG hat ohnehin weiter die Betriebspflicht für den Flughafen Baden-Airport. Die Start- und Landebahn ist auch während der Corona-Krise weiterhin sicher zu betreiben, damit die Hubschrauberstaffel der Landespolizei, die Deutsche Rettungsflugwacht und der Rettungshubschrauber Christoph 43 ihre Aufgaben erfüllen können. Diese Betriebspflicht gilt, obwohl der sonstige Flugverkehr, über badischem Luftraum fast vollständig eingestellt wurde.

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Erstellt:
2. April 2020, 11:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 15sec

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