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Tafelladen in Bühl startet wieder

Bühl (mf) – Am Dienstag startet der Tafelladen in Bühl in den Normalbetrieb. Das Tüten-Leben hat ein Ende, es kann wieder normal eingekauft werden – mit Corona-Einschränkungen versteht sich.

Neue Kasse mit Abstand (von links) Sandra Hüsges, Renate Schneider, Thorsten Kauer und Evelin Sakaoglu.  Foto: Fuß

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Neue Kasse mit Abstand (von links) Sandra Hüsges, Renate Schneider, Thorsten Kauer und Evelin Sakaoglu. Foto: Fuß

Um den Abstandsregeln gerecht zu werden, hat der Verein Bühler Tafel e.V. den Laden in der Bühlertalstraße umgebaut. Bei einem Tag der offenen Tür konnten sich am Samstag Interessierte einen Eindruck vom Ergebnis machen.
Oberbürgermeister Hubert Schnurr war da, die Gemeinderäte, ehemalige Mitstreiter im Vereinsvorstand und zahlreiche Kunden. Was die erste Vorsitzende Sandra Hüsges und Geschäftsführerin Renate Schneider besonders freute, war die Tatsache, dass viele der Ehrenamtlichen vorbeischauten. Sie wollten sich davon überzeugen, dass es bald wieder losgeht. In Corona-Zeiten war der Personalkörper von 75 Mitarbeitern auf gerade mal sechs Kollegen geschrumpft und der Betrieb auf eine Tüten-Ausgabe beschränkt. „Wir haben natürlich versucht, die Waren sinnvoll zu verteilen, dennoch konnten individuelle Wünsche im Einzelfall nicht immer erfüllt werden“, erklärt Sandra Hüsges die Pack-Aktion. Jeden Dienstag und Donnerstag wurden für rund 80 Kunden jeweils zwei Tüten zusammengestellt, die eine mit trockenen, die andere mit frischen Waren. „Dass wir jetzt wieder in den eingeschränkten Normalbetrieb übergehen, ist auch der Tatsache geschuldet, dass wir nicht mehr genug Waren zur Verfügung haben, um die Tüten für jeden gleichartig zu bestücken. Die zu Beginn der Corona-Krise hohe Spendenbereitschaft hat mittlerweile deutlich nachgelassen.“

Nun also der Neustart im renovierten Laden. Man spürt am Tag der offenen Tür die Vorfreude. „Der Laden ist sehr schön geworden, die Prozesse wurden verbessert. Es ist ein Ladengeschäft entstanden, in dem es richtig Spaß macht, einzukaufen“, so Vorstandsmitglied Rolf Eckert. „Ich denke, dass es auch unseren Kunden gefallen wird.“ Im Laden sorgt eine leuchtend-orangene Farbe für ein freundliches Willkommen. Der Tresen für die Registrierung wurde neu platziert und mit Trennwand versehen. Prachtstück ist eine neue Kasse mit einem langen Förderband, das die Einhaltung der Abstandsregeln ermöglicht.

„Wir wollen das Selbstbedienungskonzept wieder aufleben lassen, aber noch in etwas modifizierten Form“, erklärt Renate Schneider. Gestartet wird zunächst mit vier Kunden, die sich im Geschäft aufhalten dürfen. Weitere Kunden warten vor der Tür, wo Abstandsmarkierungen angebracht sind. Bei den Backwaren haben wir Brötchen und süße Stückchen vorgepackt, damit die Bedienung schneller funktioniert.“ Und es bleibt zunächst bei den beiden Wochentagen. Der beliebte Samstag als Einkaufstag muss außen vor bleiben.

Da der Tafelladen in Achern noch geschlossen ist, hat die Bühler Hilfseinrichtung mehr Kunden denn je. „Jeder, der bedürftig ist, darf kommen“, betont Hüsges und berichtet von einem jungen Paar, das in der Corona-Zeit in Nöte geraten und jetzt Kunde ist. Die junge Frau ist im Gegenzug als ehrenamtliche Mitarbeiterin eingestiegen. „Für eine solche Verstärkung sind wir natürlich sehr dankbar“, so Hüsges.

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Erstellt:
22. Juni 2020, 16:30 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 20sec

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