Wasserrohrbruch mit folgenschwerem Ergebnis

Bühlertal (bema/efi) – Ein Wasserrohrbruch und eine eingestürzte Stützmauer hielten am Dienstagabend in der Haabergstraße unterhalb des Hotels „Bergfriedel“ Feuerwehrleute sowie Mitarbeiter der Wasserversorgung und des Gemeindebauhofs auf Trab (Foto: bema).

Folgen eines Wasserrohrbruchs: Steine, Geröll und anderes Material der eingestürzten Mauer rollen den Abhang hinunter und landen dort teilweise auf einer Terrasse. Margull

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Folgen eines Wasserrohrbruchs: Steine, Geröll und anderes Material der eingestürzten Mauer rollen den Abhang hinunter und landen dort teilweise auf einer Terrasse. Margull

Von Bernhard Margull
und Edith Fischer

Bühlertal – Ein Wasserrohrbruch und eine eingestürzte Stützmauer hielten am Dienstagabend in der Haabergstraße unterhalb des Hotels „Bergfriedel“ Feuerwehrleute sowie Mitarbeiter der Wasserversorgung und des Gemeindebauhofs auf Trab. Glücklicherweise sei an Privatgrundstücken und Gebäuden „kein größerer Schaden“ entstanden, versicherte gestern Ortsbaumeister Norbert Graf.

Gegen 19.45 Uhr war die Feuerwehr zu einem Anwesen in der Breitmattstraße gerufen worden, nachdem die Terrasse des Wohnhauses mit Schlamm und Geröll überschüttet worden war. Der Hausherr, der sich zufällig auf der Terrasse aufgehalten hatte, hatte die Helfer alarmiert. Die Floriansjünger stellten fest, dass ein Wasserrohrbruch in der Haabergstraße die jahrzehntealte Trockenmauer auf rund zehn Metern Länge hatte einstürzen lassen, woraufhin eine große Menge an Steinen, Kies und anderem Material den Abhang hinunterrollte.

Letztendlich sei es den Hecken, Büschen und Bäumen zu verdanken, dass die Mauersteine aus Bühlertäler Granit das Haus in der Breitmattstraße nicht beschädigten. Das herabfließende Wasser habe zwar das zum Anwesen gehörende Außenschwimmbad „befüllt“, sei aber nicht ins Haus eingedrungen, so Graf. Er dankte den Mitarbeitern der Gemeindewerke, die schnell auf den Notfall reagiert hätten. Sie stellten das Wasser im betroffenen Teilbereich ab und machten sich an die Reparatur des Wasserrohrs. Auch das „Bergfriedel“ musste sich auf die Situation einstellen. Das Restaurant-Hotel hatte an diesem Abend volles Haus. Die Küche war gerade mit der Zubereitung der Speisen fertig, als das Wasser abgestellt wurde. Spontan machte sich das Personal mit Eimern auf den Weg zur Bühlot, um dort Wasser für die Toilettenspülung zu holen. Gegen 23 Uhr am Dienstag war die Wasserversorgung nach Angaben des stellvertretenden Bauamtsleiters Thomas Heitzmann wieder hergestellt.

Noch gestern war die Haabergstraße in Höhe des Anwesens mit der Hausnummer 19 a gesperrt. Norbert Graf und sein Stellvertreter machten sich ein Bild von den Schäden, auch ein Statiker war vor Ort. Ein Bodengutachten soll ebenfalls weiteren Aufschluss geben.

Voraussichtlich heute schon wird die komplette einer halbseitigen Sperrung weichen, hofft Graf. „Wir versuchen, das hinzukriegen.“ Befahren dürfen die Haabergstraße dann allerdings nur Pkw bis maximal 3,5 Tonnen – „bei angepasster Geschwindigkeit“, betont der Bauamtsleiter. Auch der Wiederaufbau der Stützmauer soll möglichst schnell vorangetrieben werden, sobald die Befunde vorliegen. „Das muss jetzt flott gehen“, meint Graf.

Auf einer Länge von zehn Metern ist die Stützmauer eingebrochen.

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Auf einer Länge von zehn Metern ist die Stützmauer eingebrochen.

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Erstellt:
30. Januar 2020, 00:00 Uhr
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