Zeitzeuge der Mühlengeschichte

Bühl (cid) – Im Rahmen des Gewässerausbaus der Bühlot wurde die Wehranlage beim ehemaligen Durstgelände in Altschweier dieser Tage abgebrochen. Sie stammte aus dem Jahr 1948.

Das alte Wehr ist Vergangenheit: Im Rahmen des Gewässerausbaus der Bühlot wurde es abgebaut. Foto: Christel Dietmeier

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Das alte Wehr ist Vergangenheit: Im Rahmen des Gewässerausbaus der Bühlot wurde es abgebaut. Foto: Christel Dietmeier

Von Christel Dietmeier

Die Wehranlage beim ehemaligen Durstgelände in Altschweier, von Westen kommend prägender Blickpunkt bei Rathausbrücke und Ampelanlage, wurde vor wenigen Tagen geschleift und gehört der Vergangenheit an. Mit der Beseitigung des Absturzes, dem Rückbau von Wehranlage und Fischtreppe wurden die finalen Arbeiten des Hochwasserschutzkonzepts Bühlot zum Gewässerausbau in Altschweier im Bereich Dorfplatz in Angriff genommen.
Ein Blick in die Historie erinnert an zehn Mühlen, die mit unterschiedlichen Funktionen einst in Altschweier in Betrieb waren, und die alle vom Wasser der Bühlot gespeist wurden. Einfache Kanäle leiteten das Wasser zu den Mühlrädern, aber auch befestigte Anlagen bei der Gelben Mühle, der Holzmühle, der Rohrhirsch- und der Durstmühle ließen die Mühlräder klappern und die Sägen rattern. Auf dem ehemaligen Durstgelände, mitten in Altschweier bei der Rathausbrücke, stand die größte aller Wehranlagen. Historische Dokumente belegen, dass es bereits im 14. Jahrhundert in diesem Bereich eine Wehranlage gab, die jedoch über die Jahrhunderte immer wieder vom Hochwasser der Bühlot fortgeschwemmt wurde. Die Wehranlage, die zum Leidwesen der „Altschwierer Heimatfreunde“ und so mancher Mitbürger nun abgebrochen wurde, stammte aus dem Jahr 1948. Obwohl in die Jahre gekommen, war sie lebendiger Zeitzeuge der Altschweierer Mühlengeschichte, und bis zum Jahr 2013 gut funktionierende Staumöglichkeit für’s „Bach-na-fahre“ beim legendären Bachfest des MGV Sängerbund.

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Erstellt:
12. September 2020, 06:30 Uhr
Lesedauer:
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