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Auch ohne Zertifikat sinnvoll und hilfreich

Gaggenau (fmb) – Die Geschäftsfrauen Melitta Strack und Heike Hübner von der „Jeans-Box“ spenden der Feuerwehr Gaggenau selbst genähte Mund-Nase-Schutzmasken.

Melitta Strack (links) und Heike Hübner spenden der Feuerwehr die ersten Mund-Nase-Schutzmasken. Foto: Bracht

© fmb

Melitta Strack (links) und Heike Hübner spenden der Feuerwehr die ersten Mund-Nase-Schutzmasken. Foto: Bracht

Geplant sind 200 Stück, wobei die ersten 66 bereits am Freitag an den leitenden Hauptbrandmeister Dieter Spannagel übergeben werden konnten. Auch für das Einsatz Nachsorge-Team (ENT) des Kreisfeuerwehrverbands Rastatt näht Strack noch 21 Masken.
Da ein großer Bestandteil ihrer Arbeit die Änderungsschneiderei ihres Geschäfts ist und diese nun ebenso geschlossen hat, haben sich die beiden Gaggenauer Geschäftsfrauen entschlossen, etwas Gutes zu tun. Melitta Strack sprach kurzerhand Kommandant Spannagel an und machte den Vorschlag, der Feuerwehr Mundschutzmasken zu nähen. Dieser nahm die Idee dankend an.

Strack kaufte eigens dafür farblosen weißen Baumwollstoff und begann mit der Produktion. Alle sind sich bewusst, dass diese Masken kein Zertifikat haben und nicht geprüft sind. Aber sie bieten den Minimalschutz, um Andere nicht mit dem Coronavirus anzustecken. „Durch die Enge in einem Feuerwehrfahrzeug, in dem die Feuerwehrangehörigen bei einer Einsatzfahrt zusammen sitzen und der Sicherheitsabstand nicht eingehalten werden kann, ist so ein Schutz ganz gut“, betont Spannagel.

Der Präsident der Deutschen Ärztekammer, Klaus Reinhardt, rät den Menschen, einfache Schutzmasken zu tragen. „Diese garantieren zwar keinen Schutz der Ansteckung, aber sie können ein wenig helfen, das Risiko zu verringern, sich oder andere anzustecken. Professionelle Schutzmasken sollen den Ärzten, dem Krankenhaus- und dem Pflegepersonal oder Menschen mit Vorerkrankungen vorbehalten werden“, sagte Reinhard jüngst beim TV-Nachrichtensender ntv.

Die nächsten Masken sollen in den kommenden Tagen ausgeliefert werden, kündigte Strack an. Auf alle neun Abteilungen der Gaggenauer Feuerwehr werden diese Masken dann verteilt, erklärt Gesamtkommandant Spannagel. Nach dem Tragen kommen sie in einen verschlossenen Beutel und werden im Rettungszentrum bei 95 Grad gewaschen. Ausdrücklich dankte der Gaggenauer Feuerwehrchef den beiden Geschäftsinhaberinnen für ihre Spende.

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Erstellt:
30. März 2020, 13:59 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 52sec

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