Bahnbrücke auffällig verhüllt

Forbach (jb) – In mehreren Etappen wird derzeit die stählerne Bahnbrücke der Murgtalbahn bei Forbach saniert. Nach einer planmäßigen Streckensperrung wegen der Bauarbeiten verkehren die Züge Richtung Freudenstadt nun wieder regulär.

Augenfällig verhüllt zeigt sich die Forbacher Bahnbrücke in diesen Monaten. Foto: Birk

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Augenfällig verhüllt zeigt sich die Forbacher Bahnbrücke in diesen Monaten. Foto: Birk

Von Joachim Birk

Die Ferienzeit hat die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) für Bau- und Sanierungsmaßnahmen an insgesamt sechs Standorten im Bahnnetz genutzt. Die Arbeiten machten teilweise Streckensperrungen erforderlich, so auch für die Sanierung der Forbacher Brücke. Seit Montag dieser Woche läuft der Bahnbetrieb nun wieder im Stundentakt Richtung Freudenstadt. „Die für die Zeit der Osterferien vorgesehenen Sanierungsarbeiten an der Forbacher Brücke konnten wie geplant fristgerecht abgeschlossen werden“, sagt AVG-Pressesprecher Michael Krauth auf BT-Anfrage.

Damit sei die Gesamtmaßnahme aber noch nicht abgeschlossen: Die Sanierungsarbeiten werden demnach in den kommenden Monaten noch „im laufenden Betrieb“ wie geplant weiter fortgesetzt. Lediglich in den Herbstferien ist eine weitere Sperrung in diesem Bereich vorgesehen. Die AVG, so Krauth, werde zu gegebener Zeit genauer darüber informieren.

Am südlichen Ende wird bis Ende 2020 gearbeitet

Die Brückenarbeiten am südlichen Ortsende von Forbach laufen bereits seit Sommer vergangenen Jahres und werden, wie Krauth ankündigt, noch voraussichtlich bis Ende dieses Jahres andauern.

Hierzu hat die Brückenkonstruktion eine weiße, zeltartige „Einhausung“ erhalten, die immer wieder neugierige Blicke von Spaziergängern und Fahrgästen auf sich zieht. Gleichzeitig wurde die Brücke mit einem Gerüst unterfangen. „So können die betroffenen Teile sowohl innerhalb der Einhausung als auch unterhalb des Bauwerks per Sandstrahler bearbeitet werden“, erläutert Michael Krauth.

Die Sanierung der Brückenkonstruktion mit insgesamt 8800 Quadratmetern gestalte sich aufwendig, da alle Bauteile in mehreren Schritten intensiv bearbeitet werden müssen: „Nach dem anfänglichen Abstrahlen werden die Stahlteile mit einer neuen Grundierung und einem Kantenschutz versehen, bevor die Zwischen- und Deckbeschichtung aufgetragen wird.“

Kosten belaufen sich auf rund 2,5 Millionen

Bei der AVG beziffert man die Kosten der Maßnahmen nach aktuellem Stand auf rund 2,5 Millionen Euro. Andreas Jäger, Projektleiter im AVG-Ingenieurbau, sieht den Erhalt der rund 150 Meter langen Stahlbrücke jedoch als nachhaltige Investition für den Bahnbetrieb der nächsten Jahrzehnte: „Grundsätzlich steht die Brücke noch sehr gut da, aber Spaltkorrosion setzt dem Material dort zu, wo die Stahlteile direkt miteinander verbunden sind. Ursächlich hierfür war die strenge Witterung vor Ort.“ Damit sich die durch Regen und Eis entstandenen Rostschäden nicht weiter ausbreiten, müssten diese beseitigt werden. Danach aber, so Jäger, „ist die Haltbarkeit der Brücke wieder für einen Zeitraum von etwa 30 Jahren gesichert.“

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Erstellt:
25. April 2020, 16:00 Uhr
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