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Die „Grand Dame“ der Touristik in Bad Herrenalb

Loffenau/Bad Herrenalb (sazo) – Ein besonderes Erlebnis war die Silvestergala im Kurhaus Bad Herrenalb – vor allem für Helga Merkle, die „Grand Dame“ der Touristik in Bad Herrenalb. Nun ist sie in den Ruhestand gegangen.

Barbara und Matthias Wedner, die Pächter vom Kurhaus Herrenalb, mit Touristikerin Helga Merkle (Mitte) bei der Silvestergala. Foto: Zoller

© sazo

Barbara und Matthias Wedner, die Pächter vom Kurhaus Herrenalb, mit Touristikerin Helga Merkle (Mitte) bei der Silvestergala. Foto: Zoller

„Wir sind ausverkauft“, verrät Gerlinde Weiss strahlend. Die Veranstaltungsmanagerin des Abends, die für ein abwechslungsreiches Programm mit Musik, Tanz und Showeinlagen verantwortlich zeichnete, ist begeistert: Gäste aus Darmstadt, Karlsruhe und Straßburg schwingen bereits kurz nach Einlass ins Kurhaus das Tanzbein zu schwungvollen Melodien von Doru Stegaru, der eigens aus Bukarest für dieses stimmungsvolle Event angereist war. Ein besonderes Erlebnis – auch für die Loffenauerin Helga Merkle, die „Grand Dame“ der Touristik in Bad Herrenalb.

Elegant in Abendgarderobe gekleidet, eröffnete sie in diesem Jahr letztmals die große Silvestergala mit einem unvergesslichen Abend. Nach vier Jahrzehnten nimmt die in Loffenau lebende Touristikerin damit Abschied von einem treuen Stammpublikum, das sie mit überbordender Lebensfreude und Heiterkeit durch den Abend begleitete. Über Jahrzehnte war Merkle quasi das Gesicht des Tourismus der Kurstadt.

Nach 13 Jahren als Leiterin des Verkehrsamts in ihrem Heimatort Loffenau wechselte sie 1984 ins Tourismusbüro nach Bad Herrenalb. „Ich habe mit Begeisterung Herrenalb verkauft“, blickte sie bei der Silvestergala zufrieden zurück und erzählte, wie sie in ihrem Erkennungszeichen, Tracht und Bollenhut, in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz auf den großen Tourismusmessen anzutreffen war.

In Bad Herrenalb unterhielt die Entertainerin aus Loffenau ganze Hallen, oft unterstützt von örtlichen Gruppen wie den „singenden Mönchen“ oder den „Holzhackerbuam“ aus Bernbach. „Solche Aktionen waren der Knaller, die Reiseveranstalter kamen übers Jahr hinweg mit Bussen voller Gäste.“

Jetzt, mit fast 80 Jahren, sei es an der Zeit, in den Ruhestand zu gehen. „Es fällt mir schwer und es wird mir vieles fehlen“, sagte sie bei ihrem Abschied. Für den perfekten Rahmen sorgten bei der Silvestergala die Gastgeber des Abends, Barbara und Matthias Wedner mit ihrem Parkrestaurant-Team. Zum vierten Mal überraschten die Herrenalber mit einem mehrgängigen Dinner. Beim Gala-Buffet tischten sie nicht nur reichhaltig auf, sondern präsentierten kulinarische Besonderheiten wie Antipasti, Entenleberterrine, Papageienfisch und frisch tranchiertes Namibiafleisch. Darüber hinaus wurde als Dessert ein viel gelobter „Schokovulkan“ serviert.

Das Trio der Dance- und Showband „Players“ mit Sängerin Roswitha Schiller überzeugte am Keyboard mit Fritz Schiller sowie am Schlagzeug mit Arthur Kaminski. Von langsamem Walzer über Tango, Rumba, Cha Cha Cha ließen die Meister ihres Fachs zudem Melodien aus den 50er Jahren erklingen, sodass sich nicht nur die Tanzfläche, sondern auch das Foyer des Kurhauses mit tanzfreudigen Gästen füllte.

Für optische Abwechslung sorgten die bunten Kostüme der Sambashow. Mit Klängen und Tanzeinlagen aus dem brasilianischen Karneval begeisterte das Trio mit Tänzer Santa. Beim Auftritt der beiden mit Federboa geschmückten Tänzerinnen Elina und Roberta zückten unendlich viele Gäste das Handy für bleibende Erinnerungen an einen unvergesslichen Abend.

Als krönender Höhepunkt wurde zu vorgerückter Stunde Dr. Harry Kiton begrüßt. Der Magier, der bereits Prominente wie Prince Charles und Thomas Gottschalk verzauberte, überzeugte nun erstmals im Herrenalber Kurhaus. Mit seiner Zauberkunst verblüffte er nicht nur Ralph Temme. „Das ist unglaublich“, urteilte der Herrenalber, dessen persönlich signierte Zwei-Euro-Münze zunächst vor seinen Augen in einer leeren Wasserflasche verschwand und dann, ohne das Gefäß zu beschädigen, wieder zurück in seine Hände gelangte. „Magie auf höchstem Niveau“, urteilte ein Gast aus Darmstadt, der die bravouröse Leistung des Dr. Kiton mit seiner Illusionskunstshow und Wortspielereien besonders lobte: „Wer kann schon aus den zufällig gezogenen Wörtern Energiebilanz, Archiv, Spülküche und Witzbold einen Satz gestalten, der schlussendlich ,Bad Herrenalb wünscht viel Glück’ ergibt!“

Am klaren Abendhimmel bewunderte das begeisterte Publikum im Anschluss das große Silvesterfeuerwerk erstmals gemeinsam mit den Gästen von Barbara Wedner aus der Villa – und dann wurde bis weit nach Mitternacht in das junge Jahr hinein getanzt.

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Erstellt:
3. Januar 2020, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 52sec

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