Einsatz für die Kulturlandschaft

Forbach (ww) – Der Musikverein Langenbrand und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr machen Landschaftspflege im FFH-Gebiet des Gewanns Röder.

Der Musikverein Langenbrand und die Feuerwehr pflegen das Flora-Fauna-Habitat-Gebiet im Gewann Röder. Foto: Walter Wörner

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Der Musikverein Langenbrand und die Feuerwehr pflegen das Flora-Fauna-Habitat-Gebiet im Gewann Röder. Foto: Walter Wörner

Von Walter Wörner

Wer von der Langenbrander Festhalle steil ansteigend in Richtung Stauwehr unterwegs ist, muss feststellen, dass es zwar immer noch einige Landschaftspfleger gibt, die ihre Grundstücke regelmäßig mähen, die Zahl derer wird aber immer weniger. Und so ist dieses Tal in den zurückliegenden Jahren doch mehr und mehr verbuscht. Doch diese Flächen sind als Flora-Fauna-Habitat (FFH-Gebiet) ökologisch wertvoll und liegen somit den Naturschutzbehörden am Herzen.

Der Landschaftserhaltungsverband im Landratsamt Rastatt (LEV) mit seiner Geschäftsführerin Diana Fritz hat es sich zur Aufgabe gemacht, die einzigartige und vielfältige Kulturlandschaft im Landkreis und hier insbesondere im Murgtal zu erhalten. Und so hat man sich dieser FFH-Flächen angenommen und die Pflege dieser organisiert.

Am frühen Samstagmorgen trafen sich rund 20 heimat- und naturverbundene aktive Musiker und Förderer des Musikvereins Langenbrand, darunter drei junge Musikerinnen, ausgestattet mit Motorsägen, Motorsensen, Rechen, Greifen und weiteren Gerätschaften, um den Bewuchs auf den im Vorfeld durch den Vorsitzenden Volker Merkel mit dem LEV abgestimmten Flächen zu schneiden, zu sägen und abzuräumen. Wenig später kamen noch etwa zwölf Aktive der Feuerwehr-Abteilungen Langenbrand und Forbach unter Leitung des ortsansässigen Abteilungskommandanten Thorsten Striebich hinzu, die sich an einer ihnen zugewiesenen Fläche an die Arbeit machten.

Weitere Aktionen sollen folgen

Bei mehr als 30 fleißigen Helfern war es in diesem Murg-Seitental damit für diesen Samstag mit der Ruhe vorbei. Brombeerhecken, Adlerfarn, Haselnusssträucher und sonstigem nicht auf die Flächen gehörendem Aufwuchs wurde zu Leibe gerückt. Zu Beginn der Arbeiten konnte man kaum von einer zur anderen zu pflegenden Fläche sehen.

Am Nachmittag war dies dann schon deutlich besser. Doch es gibt noch viel zu tun. Sowohl der Musikverein Langenbrand als auch die Freiwillige Feuerwehr plant weitere landschaftspflegerische Einsätze in den kommenden Wochen. Wer helfen möchte, darf sich jederzeit bei den Verantwortlichen melden.

Und natürlich liegt es nicht nur den Helfern, sondern auch den Behörden am Herzen, dass diese Flächen in Zukunft auch offen bleiben, und so sollen diese, so der Landschaftserhaltungsverband, langfristig durch Dienstleister freigehalten werden. Für den Musikverein und die Feuerwehr ein nicht unerheblicher Aspekt bei all der Arbeit in der bewegten Murgtäler Topografie ist die Entlohnung der Arbeit aus den zur Verfügung stehenden Fördermitteln, die gerade in Corona-Zeiten mit dem Ausfall aller Veranstaltungen überaus erfreulich auf der Habenseite des Musikvereins und der Feuerwehr verbucht werden kann.


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