Einsatzstarkes Jahr 2019 für Gaggenauer Feuerwehr

Gaggenau (fmb) – Ein einsatzreiches Jahr 2019 hat die Gaggenauer Feuerwehr bei ihrer Jahreshauptversammlung konstatiert. Nur Aktive und Stimmberechtigte durften teilnehmen.

Dominik Schiel (Mitte) wird nach sechs Jahren von der Jugend in die Einsatzmannschaft übernommen. Foto: Bracht

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Dominik Schiel (Mitte) wird nach sechs Jahren von der Jugend in die Einsatzmannschaft übernommen. Foto: Bracht

Von BT

Noch nie in der 142-jährigen Geschichte der Feuerwehrabteilung Kernstadt wurde eine Abteilungsversammlung in dieser Art abgehalten: Sitzplätze mit Namen waren nach Gruppen zugeteilt, mindesten 1,5 Meter Abstand dazwischen, keine Gäste. Auch die Jugendfeuerwehr und die Seniorenabteilung wurden vorsichtshalber nicht eingeladen. Eingeladen waren nur die Aktiven und Stimmberechtigten – wegen der Beschlussfähigkeit.

Die im März anberaumte Versammlung konnte nun unter diesen Voraussetzungen nachgeholt werden. Abteilungskommandant Ralf Krempel blickte auf ein arbeitsreiches Jahr 2019 zurück. Er erinnerte an die Neubeschaffung eines Hilfelöschfahrzeugs, die Installation der Abgasschläuche in der Fahrzeughalle zum Schutz der Feuerwehrangehörigen, die Ersatzbeschaffung eines Schlauchtrogs für die umweltfreundliche Aufarbeitung der gebrauchten Schläuche und die Beschaffung von neuen Spinden für die Jugend. Dabei haben auch die Mitglieder des ABC-Zugs ihren Nutzen, denn jedem konnte ein eigener Einsatzspind zugeteilt werden.

Homepage und Facebook-Seite eingerichtet

Aber auch softwaretechnisch (IT-Bereich, Telefon und Internet) habe sich im vergangenen Jahr einiges getan – alles wurde auf den neuesten Stand gebracht. Seit diesem Jahr hat die Abteilung eine eigene Facebook-Seite und Homepage. „So sind wir auch über das Internet erreichbar“, meinte Krempel.

Neben den üblichen Übungseinheiten wurden wieder zahlreiche Aus- und Weiterbildungen der 63-köpfigen Einsatzmannschaft angeboten, um den Einsatzbedingungen entgegenwirken zu können. Immerhin mussten 151 Einsätze abgearbeitet werden. Darunter 64 technische Rettungen und Hilfeleistungen, 32 Feuer wurden bekämpft, sagte der stellvertretende Abteilungskommandant Markus Kaus. 22 Mal war der ABC-Zug gefragt, um Umweltgefährdungen einzudämmen. Bei diesem einsatzstarken Jahr konnten 25 Personen gerettet beziehungsweise aus Notlagen befreit werden. Für zwei Personen kam jede Hilfe zu spät.

Die Jugendabteilung hatte zum Jahresbeginn eine stattliche Zahl von 36 Nachwuchskräften zu verzeichnen. „Im Laufe des Jahres sind zehn Jugendliche wieder gegangen. Als Grund wurde uns oft die schulische Auslastung genannt. Durch Einführung der Ganztagsschulen ist bereits in frühen Klassenstufen ein Großteil des Tages belegt“, erläuterte Jugendwart Samuel Mühlbauer. Während der Pandemie wurde der Probebetrieb eingestellt und man hält Kontakt untereinander mit einer WhatsApp-Gruppe.

„Ihr macht einen supertollen Job“

Einen kurzen Einblick in die Kassenlage und den Wirtschaftsplan gab Kassierer Philipp Hildenbrand. Bei der Wahl zum Schriftführer wurde Christiane Kretz gewählt. Sie löste Mathias Ruf ab.„Ihr macht einen supertollen Job im Ehrenamt“, sagte Bürgermeister Michael Pfeiffer. Eine leistungsfähige Mannschaft stemme hier einen unglaublich wichtigen Beitrag. Das Ansehen der örtlichen Feuerwehr sei auch im Gemeinderat sehr hoch. Er betonte auch die aktuelle Krise, welche die Arbeit der Einsatzmannschaft zusätzlich erschwere. „Corona ist noch nicht vorbei“, meinte der leitende Hauptbrandmeister Dieter Spannagel. Er verwies auf die Anordnungen des Innenministeriums und die Regel, den Abstand einzuhalten. „Lieber einen Mannschaftstransportwagen nachschicken, als die Großfahrzeuge gleich voll zu machen“, erklärte Spannagel. In der StVO-Änderung vom 1. Juli habe sich auch das Bedienen eines Funkgeräts während der Fahrt geändert.

Nur im Notfall darf ein Fahrer noch das Gerät bedienen, wenn er alleine unterwegs ist. Spannagel bedauere sehr, dass die kameradschaftlichen Aktivitäten eingeschränkt sind. Bei der Übernahme von Dominik Schiel von der Jugend in die Einsatzmannschaft musste auf den obligatorischen Handschlag verzichtet werden. Schiel war sechs Jahre in der Jugend aktiv. Ehrungen und Beförderungen werden erst bei der Jahreshauptversammlung der Gesamtwehr ausgesprochen.

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Erstellt:
25. August 2020, 17:00 Uhr
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