Flößerbrücke: Sperrung ab dem 5. Oktober

Gaggenau (red) – Über eine halbe Million Euro wird die Sanierung der Flößerbrücke in Hörden verschlingen. Am Montag, 5. Oktober, soll mit den Arbeiten begonnen werden.

Die Flößerbrücke wird saniert. Die Arbeiten werden drei bis vier Monate dauern. Foto: Judith Feuerer/Stadtverwaltung

© red

Die Flößerbrücke wird saniert. Die Arbeiten werden drei bis vier Monate dauern. Foto: Judith Feuerer/Stadtverwaltung

Anfang 2018 wurden im Rahmen der Hauptprüfung Schäden an der Holzbrücke deutlich, die eine Schadensanalyse erforderten. Dabei wurden so gravierende Schäden festgestellt, dass die Überführung des Geh- und Radweges über die Murg sofort gesperrt werden musste. Die Brücke wurde soweit notdürftig repariert, dass die Brücke zum Teil wieder für Fußgänger und Radfahrer freigegeben werden konnte.

Jetzt soll das Provisorium ein Ende haben. Die Brücke wird deshalb komplett gesperrt, ebenso ein Großteil des nördlichen Parkplatzes der Flößerhalle. Der Platz wird von der Baufirma benötigt.

Es stehen jedoch weiterhin etwa zehn Parkplätze zur Verfügung und der Eingang zur „Notfallpraxis Dr. Schemel“ ist gewährleistet, versichert die Stadtverwaltung.

Auch Taucher kommen zum Einsatz

Zunächst erfolgt die Baustelleneinrichtung. Am 6. und 7. Oktober sind dabei auch Taucher im Einsatz, die bei der Herstellung des Trag- und Arbeitsgerüstes Unterstützung gewähren.

Neben dem Austausch aller schadhaften Bauteile wird auch ein konstruktiver Holzschutz nachgerüstet. Die Kosten belaufen sich auf 440.000 Euro. Dabei kann die Stadt mit einem Zuschuss aus dem „kommunalen Sanierungsfonds für die Sanierung von Brückenbauwerken“ mit circa 192.600 Euro vom Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg rechnen. Darüber hinaus wurde beim Landratsamt Rastatt eine zusätzliche Förderung („Radwegförderung des Landkreises“) beantragt. Einschließlich der Ingenieurkosten betragen die Gesamtkosten rund 550.000 Euro.

Radfahrer und Fußgänger müssen während der Sanierungszeit, die mit etwa drei bis vier Monaten veranschlagt ist, Umleitungen und Umwege in Kauf nehmen. Wer auf der Tour de Murg unterwegs ist, wird in Ottenau, Höhe der Kleintierzuchtanlage Hinweise erhalten sowie in Gernsbach, „Weinau“. Der örtliche Rad- und Fußgängerverkehr wird über die Landstraße/Hauptstraße Richtung Innenstadt geleitet. Auf Ottenauer Seite führt die Umleitung entlang der L 79/Selbacher Straße über die „Schlotteräxtbrücke“ weiter in Richtung Hörden. Wie bereits bei der letzten Brückensperrung praktiziert, darf zwischen den beiden Ortseingängen Hörden und Ottenau wegen der zu erwartenden verstärkten Rad- und Fußgängerverkehre Tempo 50 gelten. Zudem wird auf dem Reststück in Hörden, Landstraße, bis zum Ortsausgang Tempo 30 für Autofahrer angeordnet.


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.