Gaggenau investiert in seine Spielplätze

Von Sarah Gallenberger

Gaggenau (sga) – Rund 125000 Euro investierte die Stadt Gaggenau in den Jahren 2016 bis 2019 jährlich in die Spielplätze. Darunter befanden sich Neu- und Ersatzgeräte. Künftig ist noch mehr geplant – „aber vorerst müssen wir unsere Haushaltsplanung abwarten“, verwies Bürgermeister Michael Pfeiffer am Montagabend im Bauausschuss auf die hohen Kosten.

Gaggenau investiert in seine Spielplätze

•Etwa 36 000 Euro haben die neuen Geräte auf dem Piratenspielplatz in Bad Rotenfels gekostet. Foto: Metz

Mit 36000 Euro zählen die neuen Geräte auf dem Bad Rotenfelser Piratenspielplatz zur höchsten Investition. 2019 wurde die Fläche im Neubaugebiet nördlich der Pestalozzistraße neu geplant, erklärte Elke Henschel, Leiterin der Umweltabteilung. Eine 2017 aufgestellte Vier-Turm-Kombination in der Michelbacher Striegasse kostete 32000 Euro. Mit 2000 Euro zählt eine neue Doppelfederwippe im Gaggenauer Grittweg zu den niedrigeren Aufwendungen.

Die Investitionen und Unterhaltungskosten auf den städtischen Kinderspiel- und Bolzplätzen setzen sich laut Angaben des Bauamts wie folgt zusammen: Während Neu- und Ersatzgeräte 65000 Euro des Budgets einnahmen, wurden 35000 Euro für Grünpflege, 15000 Euro für Fallschutze und 10000 Euro für Ersatzteile ausgegeben – pro Jahr. „Wir sprechen von sehr großen Beträgen“, merkte Henschel an, „was aktuelle Projekte betrifft, müssen wir genau planen.“

Neue Spielgeräte in Hörden und Oberweier geplant

Derzeit sind zwei weitere Spielgeräte angedacht – soweit es „die Finanzen zulassen“. In der Hördener St.-Bernhard-Straße soll im September 2020 ein Dreier-Floß aufgestellt werden, das 22000 Euro kosten soll. Bei der geplanten Erweiterung des Piratenturms in der Rastatter Straße in Oberweier im Oktober will der dortige Ortschaftsrat aus seinem Etat einen Teil der 25000 Euro beisteuern, berichtete Pfeiffer.

Für den Kurpark in Bad Rotenfels stellte Henschel eine große Sechs-Turm-Anlage vor, die mit Kosten von etwa 125000 Euro veranschlagt wurde. Insgesamt sollen 80 Kinder zeitgleich auf dem Spielgerät turnen können. Stadträtin Gerlinde Stolle (SPD) äußerte Bedenken: „Wir müssen aufpassen, dass es vor Ort nicht zu hektisch wird.“ Den Kurpark betreffend regte sie zu „generellen Überlegungen“ darüber an, „was genau dort erwünscht ist“. Auch Stadtrat Heinz Adolph (FWG) befürchtete durch die Masse an Kindern einen hohen Lärmpegel und verwies dabei an die Ruhezonen des nahe liegenden Rothermas. Prinzipiell sei das Spielgerät eine schöne Idee – „allerdings etwas überdimensioniert“.

Pfeiffer sah aufgrund der großen Distanz von Spielplatz und Therme keine Problematik in der Anlage: „Wir brauchen im Kurpark neue attraktive Geräte.“ Zudem sei bereits in der Vergangenheit über die Gestaltung der Fläche beschlossen worden, mit dem angrenzenden Biergarten einen „Bereich für Spiel und Sport“ umzusetzen.

Neben dem Gerät im Kurpark ist angedacht, den Abenteuerspielplatz in der Gaggenauer Schlesierstraße neu zu planen. Dabei soll der erste Inklusionsspielplatz im Murgtal entstehen. Kostenpunkt: etwa 500000 Euro. Wann das Projekt realisierbar sei, hängt laut Henschel von Haushalt und Zuschüssen ab. „Prinzipiell gilt aber, dass der Großteil der Kosten von Anderen getragen werden muss“, betonte Pfeiffer.