Gemeindehaus-Bau verzögert sich

Gaggenau (uj) – Der Baubeginn des neuen Gemeindehauses der evangelischen Kirchengemeinde Gaggenau verzögert sich. Frühestens im August sollen die Arbeiten starten.

•Auf diesem Areal hinter der Markuskirche in Richtung Jahnhalle entsteht das neue Gemeindehaus der evangelischen Kirchengemeinde Gaggenau. Foto: Ulrich Jahn/BT

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•Auf diesem Areal hinter der Markuskirche in Richtung Jahnhalle entsteht das neue Gemeindehaus der evangelischen Kirchengemeinde Gaggenau. Foto: Ulrich Jahn/BT

Von Ulrich Jahn

Wie Kirchengemeinderatsvorsitzende Jutta Walter gegenüber dem BT darlegte, wird mit dem Millionenprojekt wohl im August oder gar erst im September begonnen. Entsprechend verzögert sich bei einer geplanten Bauzeit von einem Jahr die Fertigstellung.

Das neue zentrale Gemeindehaus, das auf dem Gelände zwischen Markuskirche und Jahnhalle Gaggenau entsteht, wird somit frühestens Ende August oder im September 2021 fertig sein – sofern keine weiteren Verzögerungen eintreten. „Die Zeit wird knapp“, wie Jutta Walter einräumt. Schon vor Corona war das Projekt um rund ein Jahr unter anderem aus Planungsgründen verschoben worden. Die früheren Gemeindehäuser der Johannesgemeinde Bad Rotenfels und der Markusgemeinde Gaggenau in der Amalienbergstraße wurden verkauft. Übrig blieb der Kirchengemeinde das Gemeindehaus in Ottenau. Und für dieses hat ein Privatmann eine Option. Er möchte das Gebäude spätestens zum Sommer 2021 übernehmen und, so Walter, es vermutlich in Wohnungen umwandeln. Die Folge wäre, dass die evangelische Kirchengemeinde möglicherweise einige Zeit ohne komplettes Gemeindehaus arbeiten müsste.

Großer Saal soll in zwei Räume teilbar sein

Aus diesem Grund soll im Zuge des Neubaus der große Saal als erstes funktionsfähig sein. „Räume für Jugend, Musik oder Proben könnten später fertig werden“, sagt Walter. In diesem Zusammenhang betont die Kirchengemeinderatsvorsitzende, dass der große Saal, der für rund 150 Menschen (außerhalb der Corona-Zeiten) konzipiert ist, entgegen der ursprünglichen Planung nur zweifach und nicht dreifach teilbar sein wird. „Aus Kostengründen“, so Walter. Ebenfalls wegen der Kosten wird auf den zunächst geplanten geschlossenen Gang zwischen Kirche und Gemeindehaus verzichtet. Statt der Glasverkleidung entsteht nur ein überdachter Verbindungsweg. Auch eine Unterkellerung wird es nicht geben.

Städtische Baufreigabe steht noch aus

Das gesamte Projekt ist mit 2,5 Millionen Euro veranschlagt. Einige Arbeiten sind bereits ausgeschrieben worden. Darunter befinden sich Erd- und Rohbauarbeiten. Die vier Bäume auf der Freifläche zwischen Jahnhalle und Markuskirche sind gefällt worden. Ein Landschaftsgärtner ist zuständig für die Geländeplanung und die Gestaltung. Unter anderem sollen neue Bäume gepflanzt werden, versichert sie.

Die Baufreigabe durch die Stadt Gaggenau steht noch aus. Der Bauantrag war bereits Ende 2019 gestellt worden. Walter rechnet mit der Freigabe im Juli. Entstehen wird ein zweigeschossiges Gebäude in Winkelform. Neben dem großen Saal und Gruppenräumen sind in dem barrierefreien Gebäude Büros für die Pfarrer und das Sekretariat ebenso vorgesehen wie eine Teeküche und Toiletten. Die notwendigen Parkplätze (27) können auf dem Annemasseplatz nachgewiesen werden.

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16. Juni 2020, 08:25 Uhr
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