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Gernsbach und Gaggenau verlangen vorerst keine Elternbeiträge

Gaggenau/Gernsbach (red) – Weil die Kinderbetreuungseinrichtungen aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen sind, verlangen die Städte Gaggenau und Gernsbach vorerst keine Elternbeiträge mehr.

Verwaiste Kindertagesstätten: Weil die Einrichtungen geschlossen sind, verzichten mehrere Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg vorerst auf die Einziehung der Elternbeiträge. Archiv

© red

Verwaiste Kindertagesstätten: Weil die Einrichtungen geschlossen sind, verzichten mehrere Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg vorerst auf die Einziehung der Elternbeiträge. Archiv

Vorerst wird kein Entgelt für April in den Gaggenauer Betreuungseinrichtungen eingezogen. Darauf weist die Stadtverwaltung hin. Es ist eine der Fragen, die vielen Familien unter dem Nagel brennt: Müssen Kosten für die Kinderbetreuung oder den Mittagstisch bezahlt werden, obwohl die Angebote nicht in Anspruch genommen werden können? Oberbürgermeister Christof Florus ist laut Mitteilung froh, dass er stadtweit mit allen Trägern eine Lösung finden konnte. Diese sieht aktuell so aus, dass die Beiträge für den April nicht abgebucht, sondern die Erhebung ausgesetzt wird. Davon ausgenommen sind jedoch die Entgelte für die Inanspruchnahme einer Notbetreuung.

Florus ist der katholischen und evangelischen Kirche sowie den freien Trägern dankbar, dass sie den Weg mitgehen und den Familien in der schwierigen Zeit diese Sorge abnehmen. Lediglich drei Kindertageseinrichtungen (Oberweier, Freiolsheim und Hörden) sind in städtischer Regie.

Der in Gaggenau jetzt eingeschlagene Weg entspricht einer Empfehlung, auf die sich die kommunalen Spitzenverbände und die Kirchenkonferenz am Dienstag verständigt haben. Florus hofft, dass es schon bald zu Verhandlungen zwischen dem Land und den kommunalen Spitzenverbänden über eine Beteiligung des Landes an den Ausfallkosten der Kommunen und der Kindertageseinrichtungen kommen wird.

Neben den Betreuungsentgelten in den Kindertageseinrichtungen setzt die Stadt im April auch die Erhebung von Beiträgen für die ergänzende kommunale Betreuung an Ganztagsschulen, Randzeitenbetreuung (Verlässliche Grundschule) und das Essensgeld aus, soweit keine Notbetreuung in Anspruch genommen wird. Bei der Schule für Musik und darstellende Kunst Gaggenau wird ebenfalls auf die aktuelle Lage reagiert. Soweit Lehrer und Schüler nicht die Möglichkeit eines Fernunterrichts nutzen, wird die Abbuchung der Entgelte für April ebenfalls ausgesetzt.

Eltern brauchen nicht selbst tätig zu werden

Nachdem bei den meisten Familien Einzugsermächtigungen vorliegen, brauchen Familien, die städtische Einrichtungen nutzen, nicht selbst tätig werden. Die Abbuchung wird direkt durch die Stadtkasse gestoppt.

Die Stadt Gernsbach, die kirchlichen Kindergartenträger, die Spielwiese gGmbH und der Waldorfkindergarten werden zunächst für den April die Elternbeiträge für die Kinder, die aufgrund der Corona-Pandemie nicht in den Kindertagesstätten, Krippen, den Horten und den Verlässlichen Grundschulen betreut werden können, aussetzen beziehungsweise bis längstens zum Jahresende stunden. Dementsprechend erfolgt auch keine Abbuchung der Beiträge für das Mittagessen der Kinder. Das teilt die Verwaltung der Stadt Gernsbach mit: „Allerdings weisen wir darauf hin, dass dies zunächst eine Stundung der Elternbeiträge für die nicht in Anspruch genommene Kinderbetreuung ist und noch kein Erlass der Kita-Gebühren bedeutet, da darüber noch der Gemeinderat zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden muss.“ Bürgermeister Julian Christ betont: „Es war uns wichtig, der Empfehlung des Landkreises zu folgen und derzeit die Elternbeiträge für die Kinderbetreuung zu stunden, um so unseren Gernsbacher Familien in dieser Zeit der großen Herausforderungen zur Seite zu stehen.“


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