Handlungsbedarf im Kindergarten St. Christophorus

Weisenbach (stj) – Um weiterhin genügend Plätze für Kinder über drei Jahren bereitstellen zu können, ist im Kindergarten St. Christophorus die Einrichtung einer weiteren ganzen Gruppe erforderlich. Mit dem Thema beschäftigt sich der Gemeinderat in öffentlicher Sitzung am 29. April.

Platzbedarf gibt es bald im Kindergarten St. Christophorus. Deshalb soll er nach den Sommerferien um eine zusätzliche ganze Gruppe im Ü 3-Bereich erweitert werden. Foto: Juch

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Platzbedarf gibt es bald im Kindergarten St. Christophorus. Deshalb soll er nach den Sommerferien um eine zusätzliche ganze Gruppe im Ü 3-Bereich erweitert werden. Foto: Juch

Von Stephan Juch

Auch in Weisenbach endet die „kommunalpolitische Quarantäne“: Der Gemeinderat kommt am Mittwoch, 29. April, zu seiner nächsten öffentlichen Sitzung zusammen. Sie beginnt um 19 Uhr in der Festhalle. Die Verwaltung macht darauf aufmerksam, dass jeder Gemeinderat seinen eigenen Tisch erhält, die Abstände von mindestens 1,50 Meter somit eingehalten werden; zudem wird eine Anwesenheitsliste zur möglichen Nachverfolgung bei einem Infektionsfall angelegt.

Inhaltlich stehen zwei Schwerpunkte auf der Tagesordnung: die Kinderbetreuung und das Bestattungswesen. Bei ersterem informiert Bürgermeister Daniel Retsch zunächst über den Handlungsbedarf im Kindergarten St. Christophorus. Dort besteht nach den derzeit vorliegenden Kinderzahlen ab Juli 2020 Platzmangel, der aber zunächst durch den Wechsel der ältesten Kinder in die Schule über die Sommerferien kompensiert werden könne. Ab November dieses Jahres müsse man dann aber eine ganze Gruppe für Kinder über drei Jahre einrichten – eine Kleingruppe, die nach derzeitiger Beschlusslage eingerichtet werden sollte, reiche nicht mehr aus.

„Die frühzeitige Einrichtung einer ganzen Gruppe im Ü 3-Bereich (25 Kinder) könnte auch die Situation in der Kinderkrippe etwas entlasten, da dadurch die Möglichkeit besteht, dass Kinder früher in den Ü 3-Bereich wechseln“, heißt es in den Unterlagen zur Gemeinderatssitzung. Aus pädagogischen und organisatorischen Gründen wird daher bereits nach den Sommerferien mit einer weiteren Ü 3-Gruppe gestartet. Dazu war entsprechendes Personal einzustellen, was mit einer Erzieherin und einer Anerkennungspraktikantin im Zuge einer Eilentscheidung von Bürgermeister Daniel Retsch bereits erfolgte. Damit steigen die jährlichen Personalkosten im Kinderbetreuungsbereich um 77 350 Euro.

Friedhofsordnung im Fokus der Kommunalpolitik

Das zweite große Thema der öffentlichen Sitzung am kommenden Mittwoch ist die Friedhofsordnung. Diese muss angepasst werden, weil in Weisenbach in den nächsten Wochen das gärtnerbetreute Grabfeld angelegt wird. Zum einen soll das Nutzungsrecht für die Urnengräber von 25 auf 15 Jahre verkürzt werden (was der Liegezeit der Urnen entspricht), zum anderen ist das gärtnerbetreute Grabfeld als neue Grabform zu ergänzen sowie im Anschluss entsprechende Gestaltungsrichtlinien vorzugeben. Angepasst werden soll auch die Bestattungsgebührenordnung.

Des Weiteren stehen Bürgerfragestunde, Bekanntgabe der Beschlüsse im Umlaufverfahren, Aussetzung der Elternbeiträge für die Betreuung im Kindergarten sowie der Schulkindbetreuung für April, der Aufbau einer Dachgaube auf einem Haus in der Bahnhofstraße, eine Bauvoranfrage im Alten Kirchweg, Infos und Anfragen auf der Tagesordnung.

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Erstellt:
23. April 2020, 14:00 Uhr
Lesedauer:
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