Hilfe für die Tiere in der Ukraine

Gaggenau (galu) – Ulrike Traub aus Bad Rotenfels sammelt Hilfsgüter für Tiere in der Ukraine. Afghanistan-Veteranen übernehmen den Lkw-Transport.

Die Garage ist bald voll: Ulrike Traub (rechts) mit Klaus und Cornelia Engelmann aus Hörden, die gerade weitere Spenden vorbeibringen. Foto: Lukas Gangl

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Die Garage ist bald voll: Ulrike Traub (rechts) mit Klaus und Cornelia Engelmann aus Hörden, die gerade weitere Spenden vorbeibringen. Foto: Lukas Gangl

Von Lukas Gangl

Die Flüchtlingsströme aus der Ukraine reißen nicht ab, täglich kommen weitere Menschen in die Bundesrepublik. Parallel dazu fahren zahlreiche europäische Bürger Hilfsgüter an die Grenzen des vom Krieg überzogenen Staates. Einen Teil dazu beitragen möchte auch Ulrike Traub aus Bad Rotenfels. In ihrer Garage sammelt sie noch bis Mittwoch, 16. März, Sachspenden – nicht für die Menschen vor Ort, sondern für Tiere.

Auf einen spontanen Facebook-Aufruf von Traub meldeten sich sofort einige Spender, und innerhalb einer Woche war ihre Garage fast vollständig gefüllt.

Von dem Andrang ist die Initiatorin selbst überwältigt, wie sie anmerkt. Mittlerweile ist Traub im Gespräch mit ihren Nachbarn, um im Zweifelsfall noch mehr Platz zu schaffen, sollten die eigenen Kapazitäten nicht ausreichen.

Großes Engagement für den Tierschutz

Insbesondere Futter und Transportboxen werden dringend gebraucht, betont sie. „Egal, ob ein Flüchtender sein Haustier mitnehmen kann oder zurücklassen muss: Auch die traumatisierten Hunde und Katzen dort brauchen Nahrung und die Menschen Möglichkeiten, um ihre tierischen Begleiter mitzunehmen“, findet die Bad Rotenfelserin. Sie engagiert sich nach eigenen Angaben leidenschaftlich für Tierschutz und hat auch zu anderen Anlässen bereits regionale Spendenaktionen initiiert und organisiert. Die Idee für die Hilfsaktion für die Ukraine hatte ihr ein alter Freund gegeben: Dieser fährt am 18. März mit zwei ehemaligen Bundeswehrkameraden vom schwäbischen Gaildorf aus mit zwei 30-Tonnen-Lkw los.

Ziel der drei Afghanistan-Veteranen ist zunächst das rund 1.000 Kilometer entfernte Dorf Tarnaméra in Ungarn, etwa 120 Kilometer vor der ukrainischen Grenze. Dort wollen sie die gesamten Spenden persönlich abladen und an Hilfsorganisationen und Helfer vor Ort übergeben – in Kooperation mit dem dortigen Bürgermeister, dem Pfarrer der Gemeinde und der Kfz-Ausstattungsfirma Bott, die Lager- und Schlafplätze sowie Duschmöglichkeiten für die Helfer bereitstellt.

So soll vor allem sichergestellt werden, dass auch alle Spenden ihr tatsächliches Ziel erreichen. Zusätzlich unterstützt auch die Stadt Gaildorf das Projekt: Neben finanzieller Hilfe wurde die Stadthalle kurzerhand zur Lagerfläche für die Spenden umfunktioniert, wie Pressesprecher Dr. Daniel Kuhn auf BT-Nachfrage bestätigt. Wer also Tierfutter, Transportboxen oder Ähnliches spenden möchte, kann dies noch bis Mittwoch, 16. März, tun. Interessierte sollen dafür einfach bei Ulrike Traub in der Weinbrennerstraße 20 in Bad Rotenfels vorbeifahren. „Alles Weitere kann vor Ort geklärt und erklärt werden“, sagt Ulrike Traub.

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Erstellt:
11. März 2022, 17:23 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 11sec

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