Hochwasserschutz in Gernsbach

Gernsbach (red) – Die Hochwasserschutzmaßnahmen in Gernsbach erfordern Geduld. Das geht aus einem Gespräch hervor, bei dem Regierungspräsidium und Stadt die Situation mit Betroffenen erörtert haben.

Um die Hochwassergefahr (hier ein Bild der Stadtbrücke vom Januar 2018) einzudämmen, sind in Gernsbach noch viele Maßnahmen erforderlich. Veronika Gareus-Kugel/Archiv

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Um die Hochwassergefahr (hier ein Bild der Stadtbrücke vom Januar 2018) einzudämmen, sind in Gernsbach noch viele Maßnahmen erforderlich. Veronika Gareus-Kugel/Archiv

Mehrere Anwohner der Schlossstraße haben sich im Frühjahr zur Interessengemeinschaft Murghochwasser zusammengeschlossen (wir berichteten). In einem Schreiben an das für die Murg als Gewässer erster Ordnung zuständige Regierungspräsidium Karlsruhe sowie an die Stadt Gernsbach stellten sie verschiedene Fragen und verliehen ihrem Wunsch nach einem in naher Zukunft zu errichtenden Schutz Ausdruck.

Aufweitung der Murg am Pfleiderer-Areal eine der wesentlichsten Teilmaßnahmen

Nachdem viele Fragen bereits in einem Antwortschreiben geklärt werden konnten und es die Corona-Situation nun zuließ, fand ein Vor-Ort-Termin statt. Laut Mitteilung der Stadt Gernsbach schilderten dabei die Betroffenen ihre Anliegen. Das beauftragte Fachbüro Wald + Corbe stellte in diesem Rahmen die Gesamthochwasserschutzkonzeption mit den verschiedenen Teilmaßnahmen vor. Das Regierungspräsidium erläuterte, dass man den üblichen Weg einer Gesamthochwasserschutzkonzeption beschritten habe und nicht nur einzelne Schutzmaßnahmen angehen wolle. Die Maßnahme zur Aufweitung der Murg auf Höhe des ehemaligen Pfleiderer-Areals sei eine der wesentlichsten Teilmaßnahmen und soll im Falle einer Umsetzung der Gesamthochwasserschutzkonzeption prioritär behandelt werden, erläuterte das RP. Dies geschehe auch vor dem Hintergrund, dass man aktuell die Chance habe, auf den erforderlichen Grundstückabschnitt zuzugreifen.

„Der Hochwasserschutz ist mehr als nur die Aufweitung der Murg am Wörthgarten. Es geht um zahlreiche Maßnahmen, die im Sinne der Bürgerinnen und Bürger Schritt für Schritt angegangen werden müssen“, betonte Bürgermeister Julian Christ in seinem Fazit zur Vorgehensweise der Behörden.

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Erstellt:
6. Oktober 2020, 14:00 Uhr
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