Ingenieure fördern Loffenauer Pfadfinder

Bad Herrenalb/Loffenau (red) – Freude bei der Pfadfindergruppe „Buntspechte“ Bad Herrenalb/Loffenau: Der Verein Deutscher Ingenieure stellt der Gruppe 35 Bau- und Experimentierkästen zur Verfügung.

Advika Ananda und Leah Ruppert von der Pfadfindergruppe „Buntspechte“ haben Spaß am spielerischen Entdecken und kreativen Experimentieren. Foto: Jörg Klasser

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Advika Ananda und Leah Ruppert von der Pfadfindergruppe „Buntspechte“ haben Spaß am spielerischen Entdecken und kreativen Experimentieren. Foto: Jörg Klasser

Von Ulrich Jahn

Die Nachricht schlug für die Pfadfinder wie eine Bombe ein: Der renommierte Verein Deutscher Ingenieure (VDI) zeichnet das Konzept der Pfadfinderprobe „Techniker“ des Pfadfinderstamms Cherusker aus und fördert es mit der Stellung von 35 Bau- und Experimentierkästen. „Wir hatten überhaupt nicht damit gerechnet“, freut sich Jörg Klasser, Leiter der Bad Herrenalb-Loffenauer Pfadfindergruppe „Buntspechte“.

„Uns war aufgefallen, dass fast nur Kinder von Eltern aus technischen Berufen – und dann zumeist Jungen – Vorkenntnisse besitzen, die später auch die Berufswahl beeinflussen dürften“, führt er aus und schildert, wie in einem Pilotprojekt die Meute „Buntspechte“ sich ein ganzes Lager mit geliehenen Fischertechnik-Baukästen lang mit Zahnrädern, Übersetzungen, Getriebearten und anderen mechanischen Konstruktionen beschäftigte.

Kaum eins der Grundschulkinder kannte zuvor die Fischertechnik-Baukästen, aber alle waren begeistert – die tollsten Maschinen entstanden. So kam der Gedanke schnell auf, diese Kompetenzen weiterzuentwickeln und den offensichtlichen Wissensdurst zu stillen. Als Grundlage eigneten sich die sogenannten „Tüchtigkeitsproben“, bei denen sich Kinder etwa ein halbes Jahr mit einem festen Thema beschäftigen und als Anerkennung ein Abzeichen für die Pfadfindertracht erhalten.

Kindgerechtes Konzept entwickelt

„Letztes Jahr waren es der Briefmarkensammler und der Künstler, als Nächstes wird also der Techniker folgen. Wir haben ein kindgerechtes Konzept entwickelt, dass auf spielerisches Entdecken und kreatives Experimentieren setzt“, führt Klasser weiter aus und erläutert, dass bei den Grundschulkindern eher die Mechanik, bei älteren Kindern eher die Elektronik im Vordergrund stehe.

Von Anfang an war es jedoch klar, dass man sinnvollerweise nur auf relativ teures Lehrmaterial angewiesen war – und schlug das Projekt dem VDI zur Förderung vor. Die Idee überzeugte den Ingenieurverein – er überließ dem Pfadfinderstamm Cherusker eine großzügige Sachspende von ausreichend Elektro- und Mechanikbaukästen. „Die Zusage kam auch zeitlich genau richtig – denn in der momentanen Situation kann man hervorragend auf diese Art und Weise ein spannendes Gruppenprogramm abhalten, bei dem der Mindestabstand völlig unproblematisch eingehalten werden kann“, freut sich Jörg Klasser.

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Erstellt:
10. Juli 2020, 15:29 Uhr
Lesedauer:
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