Ministerialdirektor weist Kritik zurück: „Einfach nur rückwärtsgewandt“

Murgtal (red) – Zur anhaltenden harschen Kritik aus dem Murgtal am Pilotprojekt eWayBW hat sich jetzt der zuständige Ministerialdirektor Dr. Uwe Lahl zu Wort gemeldet: „Wir sehen das Projekt eWayBW als gelebten Klimaschutz. Das Ministerium für Verkehr lädt die Bürgermeister von Bischweier, Kuppenheim, Gaggenau und Gernsbach sowie das Landratsamt Rastatt zum Gespräch ein.“

•„Wer Klimaschutz betreiben will, der braucht Innovationen“, sagt Professor Dr. Uwe Lahl. Foto: Roettgers

© Joachim E. Roettgers GRAFFITI

•„Wer Klimaschutz betreiben will, der braucht Innovationen“, sagt Professor Dr. Uwe Lahl. Foto: Roettgers

Die von den Rathäusern und einzelnen politischen Akteuren im Murgtal geäußerte Kritik am Pilotprojekt eWayBW stößt im Stuttgarter Ministerium für Verkehr auf Unverständnis. „Ein neues System für Oberleitungs-Lastwagen an Abschnitten der B 462 zu erproben ist eine Innovation, die dem Klimaschutz ganz konkret zugutekommt“, betont Ministerialdirektor Dr. Uwe Lahl, Amtschef im Ministerium für Verkehr.

Wichtiger Schritt für die Luftreinhaltung

„Auch für die Luftreinhaltung ist dieses Projekt ein sehr wichtiger Schritt und wird daher auch von Bundesseite gefördert. Mir ist nicht klar, auf was die Kritiker hinauswollen. Den Frachtverkehr auf Dauer ausschließlich mit Verbrennungsmotoren abzuwickeln, löst kein einziges unserer Klimaschutz-Probleme. Das ist einfach nur rückwärtsgewandt“, betont Lahl in einer Pressemitteilung. Das Ministerium für Verkehr hat daher nun die Rathauschefs der Kommunen Bischweier, Kuppenheim, Gaggenau und Gernsbach sowie das Landratsamt Rastatt zu einem Gespräch eingeladen, an dem sich auch der Landtagsabgeordnete Thomas Hentschel (Grüne) beteiligen wird. Das Gespräch findet voraussichtlich am Donnerstag, 26. März, statt und wird wegen der aktuellen Corona-Krise voraussichtlich als Telefon- oder Videokonferenz abgehalten.

„Der Termin soll dazu dienen, Fragen zu beantworten und die Position des Ministeriums für Verkehr zu verdeutlichen“, betont Uwe Lahl. „Auch zum Thema Bauzeiten werden wir uns äußern – das Regierungspräsidium Karlsruhe prüft dazu konkrete Verbesserungen.“ Uwe Lahl unterstreicht abschließend: „Wir sehen das Projekt eWayBW als gelebten Klimaschutz.“

Zum Artikel

Erstellt:
17. März 2020, 15:45 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 42sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.