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Mit Sonnenhut und Maske

Gaggenau (red) – Seit vergangener Woche dürfen Segelflieger wieder starten, unter anderen die Fliegergruppe Gaggenau.

Die Fliegergruppe Gaggenau freut sich über einen verspäteten, aber gelungenen Start in die Saison. Foto: Alexander Gilles

© red

Die Fliegergruppe Gaggenau freut sich über einen verspäteten, aber gelungenen Start in die Saison. Foto: Alexander Gilles

Schutzmasken und Desinfektionsmittel: Was in den Alltag bereits fest integriert ist, findet jetzt auch bei der Fliegergruppe Gaggenau Anwendung. Denn bislang war das Segelfliegen wie andere organisierte Sportarten unter freiem Himmel aufgrund der Covid-19-Pandemie verboten. Seit vergangener Woche darf nun wieder gestartet werden.

Der Baden-Württembergische Luftfahrtverband hatte zuvor in Zusammenarbeit mit den Behörden ein Sicherheitskonzept mit zahlreichen Maßnahmen entwickelt, die das Infektionsrisiko minimieren, berichtet die Fliegergruppe. Nachdem diese im Verein umgesetzt wurden, konnten die Flieger bei bestem Wetter in die neue Saison starten. Nach einer Einweisung in die neuen Regeln standen zunächst die obligatorischen Checkflüge mit Fluglehrer auf dem Programm. Denn viele Piloten waren durch die verlängerte Winterpause ein halbes Jahr nicht geflogen – daher gelte ein guter Trainingsstand als wichtig für die Sicherheit.

Keine großen Einschränkungen für Fliegergruppe

Die Umsetzung der geforderten Covid-Maßnahmen war dabei kein Problem, freut sich die Fliegergruppe. In der Luftfahrt gehöre es dazu, dass man sich an Gesetze und Regeln hält, die die Sicherheit erhöhen. Neben den Checkflügen wurde die Ausbildung der Flugschüler wieder aufgenommen. Dabei zahle sich aus, dass viele der Nachwuchspiloten in der Zwischenzeit am Simulator trainiert hatten. Auch wenn dort das „Gefühl im Hintern“ fehlt, lassen sich doch die Abläufe sehr gut erlernen, berichtet Ausbildungsleiter Alexander Gilles.

Auch erste lange Flüge waren möglich. So absolvierte der 17-jährige Felix Losberger, der im vorigen Jahr seine Pilotenlizenz erhalten hatte, über Murg- und Kinzigtal eine Strecke von 150 Kilometern. Doppelt so weit schaffte es Carolin Schmitt bei ihrem Flug in den Kraichgau.

Nach dem erfolgreichen Beginn der neuen Flugsaison sei man nun gespannt, was in diesem Jahr an Vorhaben umgesetzt werden könne. Das Flugplatzfest zum 110-jährigen Bestehen des Flugplatzes Baden-Oos musste bereits abgesagt werden. „Aber wir feiern dann eben im kommenden Jahr 111 Jahre“, versichert der Vorsitzende der Fliegergruppe, Daniel Klumpp. Noch offen ist dagegen, ob das geplante Ferienlager bei Nürnberg zu Beginn der Sommerferien stattfinden kann. Und auch beim Gaggenauer Ferienspaß will man wieder den Kindern den Schwarzwald aus der Luft zeigen. Schließlich ist die Fliegergruppe seit 30 Jahren dabei.

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Erstellt:
22. Mai 2020, 18:15 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 06sec

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