Mit Wasserkraft auf Öko-Kurs

Von Thomas Senger

Gaggenau (red) – Der städtischer Strombedarf wird zu durch 100 Prozent durch Grünstrom der Stadtwerke abgedeckt.

Mit Wasserkraft auf Öko-Kurs

Auch an der Murg wird Strom aus Wasserkraft erzeigt. Unser Bild zeigt die Pelton-Turbine im Gausbacher E-Werk in der Eckstraße. Foto: Gemeinde Forbach/Archiv

„1500 Tonnen CO2-Einsparung“. Das bestätigt das Klima- Regionalförderer-Zertifikat, das Bertram Müller Oberbürgermeister Christoph Florus jetzt übergeben hat. Seit Januar decke die Stadt ihren kompletten Stromverbrauch durch den nachhaltigen Grünstrom der Stadtwerke ab. Neben der Straßenbeleuchtung, die den größten Anteil am städtischen Stromverbrauch hat, werden das Rathaus, die städtischen Schulen und Kindergärten sowie weitere städtische Gebäude durch die Stadtwerke mit Grünstrom versorgt.

„Die ‚Klima-Regionalförderer- Initiative‘ der Stadtwerke Gaggenau investiert dafür pro verbrauchte Kilowattstunde Grünstrom in Klimaschutzprojekte in der Region,“ erklärt Bertram Müller, Leiter Vertrieb und Marketing.

Entscheidend sei dabei, dass die Projekte eine CO2-Einsparung mit sich bringen.

„Unser Ziel ist es die Stadt Gaggenau langfristig in eine nachhaltige Zukunft zu lenken. Dem sind wir nun einen wichtigen Schritt nähergekommen“, wird Oberbürgermeister Christof Florus in der Rathausmitteilung zitiert.

Der von den Stadtwerken angebotene Grünstrom stamme zu 100 Prozent aus zertifizierten Anlagen erneuerbarer Energien mit modernen Umweltstandards. Der größte Teil wird in kleinen Wasserkraftanlagen erzeugt, die die natürliche Fließgeschwindigkeit und Kraft eines Flusses nutzen. Ein geringer Anteil wird durch Windkraft- oder Photovoltaikanlagen gewonnen. Dabei wird besonders Wert darauf gelegt, dass die Grünstrom-Produzenten keine Atom- oder Kohlekraftwerke betreiben.