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Neuer Info-Flyer der Naturparke

Gaggenau (red) – In einem neuen Flyer informieren die Naturparke, worauf Gartenbesitzer bei der Schaffung insektenfreundlicher Strukturen achten müssen.

Insektenfreundliches Gärtnern: Drei Viertel aller Wildbienen nisten im Boden. Foto: Naturpark

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Insektenfreundliches Gärtnern: Drei Viertel aller Wildbienen nisten im Boden. Foto: Naturpark

Im Garten soll es summen und brummen – dafür können deren Besitzer einiges tun. Die sieben Naturparke Baden-Württembergs engagieren sich im Rahmen des Projekts „Blühende Naturparke“ für den Insektenschutz, indem Wildblumenwiesen durch eine Neuansaat oder eine Pflegeumstellung geschaffen werden.

Artenreiche Wiesen mit heimischen Pflanzen bieten Insekten Lebensraum, Nahrungsquellen und Überwinterungsmöglichkeiten. In einem neuen Flyer informieren die Naturparke, worauf Gartenbesitzer bei der Schaffung insektenfreundlicher Strukturen achten müssen – von der Auswahl geeigneter Samen und Pflanzen über natürliche Nisthilfen bis hin zu Tipps für einen naturnahen Nutzgarten.

„Ein Garten sollte ein fairer Kompromiss aus Erholungsmöglichkeit für uns Menschen und Lebensraum für wilde Besucher sein“, wird die Biologin Julia Mack, die das Projekt „Blühende Naturparke“ betreut, in einer Pressemitteilung des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord zitiert.

Auf kurz geschnittenen Rasen sowie Gemüse- und Kräuterpflanzen müsse dabei niemand verzichten. Wichtig sei es jedoch, ausreichend wilde Bereiche mit heimischen Pflanzenarten im Garten zu belassen. Diese sorgen für genug Nektar- und Pollenquellen. Viele Insekten sind auf diese heimischen Blühpflanzen angewiesen.

Auf chemische Hilfsmittel verzichten

Viel Potenzial böten auch Gemüse- und Kräuterbeete, wenn Insekten dort genug Raum gelassen werde. Biologin Mack rät den Gartenbesitzern: „Verzichten Sie auf chemische Hilfsmittel und lassen Sie regelmäßig einige Gemüsepflanzen und Kräuter in die Blüte gehen.“ Auch bei der Abgrenzung des Gartens gebe es ökologisch wertvolle Lösungen. So gibt der Flyer „Insektenfreundliche Lebensräume gestalten“ auch Denkanstöße zu Trockenmauern, Totholzhecken und lebendigen Weidenzäunen.

Biologin Julia Mack rät, im Garten auf chemische Hilfsmittel zu verzichten. Foto: Denker/Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord

© red

Biologin Julia Mack rät, im Garten auf chemische Hilfsmittel zu verzichten. Foto: Denker/Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord

Insbesondere beim Thema Nisthilfen für Insekten gebe es noch Aufklärungsbedarf, so Mack. „Nur etwa ein Viertel aller Wildbienen nistet in Nisthilfen, drei Viertel nisten im Boden.“ Hier gelte es, geeignete Nistplätze zu schaffen beziehungsweise zu belassen – etwa Sandhaufen oder kahle Hänge. Wer die Tipps beachte, der leiste einen großen Beitrag für den Erhalt der heimischen Insekten.

Für Klaus Mack, Bürgermeister von Bad Wildbad und Vorsitzender des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord, sind die sieben Naturparke im Land die idealen Ansprechpartner beim Thema naturnahes Gärtnern: „Naturschutz, Nutzung und Erholung schließen sich nicht aus, sondern passen im Gegenteil sehr gut zusammen. Hier leisten die Naturparke wichtige Aufklärungsarbeit, damit ein Miteinander von Mensch und Tier gelingt.“

Erhältlich ist der Flyer in den Geschäftsstellen der Naturparke sowie hier als Download.

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Erstellt:
29. Juni 2020, 17:09 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 09sec

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