Oberweier hat sich nicht gegen Deponie gewehrt

Gaggenau (er/tom) – „Oberweier hat durch die Deponie 50 Jahre lang gelitten.“ Das sagte Herbert Barth (Ortsvorsteher von 1975 bis 1985) bei der Deponie-Informationswanderung am Freitag.

Wissenswertes wird bei der Deponie-Informationswanderung vermittelt. Der frühere Ortsvorsteher von Oberweier, Herbert Barth (Dritter von links mit blauer Dätschkapp) schildert seine Erinnerungen über die Entstehung der Deponie. Foto: Elke Rohwer

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Wissenswertes wird bei der Deponie-Informationswanderung vermittelt. Der frühere Ortsvorsteher von Oberweier, Herbert Barth (Dritter von links mit blauer Dätschkapp) schildert seine Erinnerungen über die Entstehung der Deponie. Foto: Elke Rohwer

Von Thomas Senger, Elke Rohwer

„Ich kann mich noch gut erinnern, wie in den 50er und 60er Jahren in einer kleinen Senke auf dem heutigen Areal der Deponie manchmal Männer Öl verbrannten, die Rauchwolken waren weithin zu sehen. Wenige Jahre später initiierte das Benz-Werk Gaggenau, das seinen Werksmüll loswerden wollte, eine Untersuchung, die letztlich mit Grünes Licht gab für die Errichtung einer Deponie in Oberweier. Dann ging alles recht schnell, das Tal wurde abgeholzt, die Deponie kam. Ich muss dazu klar sagen, dass sich die Oberweierer damals nicht dagegen gewehrt haben, schließlich gab es dafür die sogenannten Deponiegelder. Das sollte nur für Oberweier verwendet werden. Solange Thomas Schäuble OB war, wurde das auch so umgesetzt. Dann änderte sich das. Damals waren wir obrigkeitstreu. Doch mit zunehmendem Umweltbewusstsein haben wir gelernt, kritisch zu hinterfragen“, erzählt der 85-Jährige.

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Erstellt:
6. Dezember 2020, 18:00 Uhr
Lesedauer:
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