Öffnet das Montana-Bad Forbach zum 1. Juli?

Forbach (uj) – Öffnet das beliebte Montana-Bad Forbach in dieser Saison oder bleiben die Pforten den Sommer über geschlossen? Mit dieser Frage wird sich der Forbacher Gemeinderat im Rahmen seiner nächsten öffentlichen Sitzung befassen. Sie beginnt am Dienstag, 16. Juni, um 19 Uhr in der Murghalle in Forbach.

Öffnet das Montana-Bad Forbach zum 1. Juli?

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Von Ulrich Jahn

Mit der Corona-Verordnung Sportstätten vom 4. Juni wird der Betrieb von Schwimmbädern seit 6. Juni erlaubt. Außerdem werden darin die zu beachtenden Vorgaben für den Schwimmbadbetrieb in Corona-Zeiten festgelegt. „Spätestens in Kenntnis dieser strengen Regelungen ist klar, dass ein regulärer Badebetrieb in diesem Sommer nicht möglich sein wird“, heißt es in der im Internet auf der Seite www.forbach.de veröffentlichten Sitzungsvorlage. In Gaggenau beispielsweise werden die beiden privat von Schwimmbadvereinen betriebenen Freibäder in Sulzbach (18. Juni) und Ottenau (25. Juni) ihre Pforten öffnen, aber nur für Vereinsmitglieder. Ein öffentlicher Badbetrieb findet dort nicht statt.

Die Verwaltung hat unter Berücksichtigung des Pandemieplans der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen (DGfB) und den Regelungen der Corona-Verordnung geprüft, was bei einer Inbetriebnahme des Montana alles zu beachten und zu regeln wäre. Der Pandemieplan der DGfB gebe umfängliche Hinweise, die bei einem Bäderbetrieb unter Berücksichtigung der Infektionsschutzmaßnahmen und der Verkehrssicherungspflichten dem Betreiber auferlegt werden (www.baederportal.de). Diese Sicherheitsmaßnahmen zum Betrieb eines Bades seien grundsätzlich schon sehr umfangreich, nähmen aber aktuell noch weit höhere Ausmaße an.

Maximal 200 Besucher zeitgleich im Bad

Laut Verordnung dürften im Montana 200 Besucher zeitgleich dort sein. Der Zutritt müsse durch vorherige Reservierung (Ticketbuchung) genau kontrolliert werden. Um Warteschlangen im Eingangsbereich zu vermeiden und eine bargeldlose Abwicklung erwünscht ist, müssten Einzeleintrittskarten online verkauft werden. Der Verkauf von Jahreskarten sei in dieser Saison nicht möglich. Erforderlich sei deshalb die Anschaffung eines Buchungssystems. Die Anschaffungskosten liegen laut Schätzung zwischen 3000 und 6000 Euro.

Da sich, wie oben erwähnt, maximal 200 Besucher zeitgleich im Bad aufhalten dürfen, wäre ein Schichtbetrieb sinnvoll, um möglichst vielen Besuchern einen Zutritt zu ermöglichen. Als Beispiel werden Öffnungszeiten von 11 bis 14 Uhr und von 15 bis 18 Uhr vorgeschlagen.

Die einstündige Pause ist unter anderem für eine umfangreiche Zwischenreinigung notwendig. Wegen der reduzierten Badezeiten sollten die Eintrittspreise angepasst werden. Die Verwaltung schlägt für Erwachsene 2,50 Euro, für Kinder 1,50 Euro vor.

In der Sitzung werden unter anderem die umfangreichen erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen im Bad vorgestellt, ebenso die haushaltsrechtlichen Auswirkungen. Befürwortet der Gemeinderat eine Öffnung des Montana, wird von der Verwaltung als ein realistischer Öffnungstermin frühestens der 1. Juli angegeben.

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Erstellt:
11. Juni 2020, 14:00 Uhr
Lesedauer:
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