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„Ornithologisches Highlight für Gernsbach“

Gernsbach (red) – Vögel- und Naturschützer frohlocken angesichts dieser Nachricht: Im Gernsbacher Storchenturm haben sich die seltenen Alpensegler niedergelassen.

Inzwischen ist gesichert, dass es am Storchenturm mindestens zwei Brutpaare und mehrere einzelne Alpensegler gibt. Ihr Vorkommen in Deutschland ist eng begrenzt. Foto: Schneid-Horn

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Inzwischen ist gesichert, dass es am Storchenturm mindestens zwei Brutpaare und mehrere einzelne Alpensegler gibt. Ihr Vorkommen in Deutschland ist eng begrenzt. Foto: Schneid-Horn

Die Chancen stehen Experten zufolge gut, dass die ortstreuen Alpensegler-Paare, die sich im September in ihre Winterquartiere im tropischen Afrika verabschieden, auch im nächsten Frühjahr wieder am Storchenturm nisten werden. In diesem Wahrzeichen Gernsbachs wohnen seit mindestens April Alpensegler. Aus Solothurn in der Schweiz kommend haben sie in den 1950er Jahren Freiburg als erste Stadt Deutschlands besiedelt, der erste Brutnachweis dort erfolgte 1955. Anfang der 1990er breitete die Art sich weiter aus – nach Waldshut und Tuttlingen in die eine Richtung, entlang der Oberrheinschiene (Emmendingen, Lahr, Offenburg) in die andere. Längere Zeit war Achern der nördlichste Brutstandort weltweit. 2010 war es dann Bühl. Mittlerweile trug diesen Status auch Stuttgart, seit drei Jahren hat Karlsruhe nun den Titel wieder ins Badische geholt. In Heidelberg wartet man schon sehnsüchtig auf die Ankunft als Brutvogel. Dass er sich nun im Storchenturm „breitgemacht hat“, bezeichnen örtliche Vögel- und Naturschutzexperten als „ornithologisches Highlight“ für die Stadt.

Für Ornithologen aus der ganzen Republik von Interesse

Der deutschlandweit als selten eingestufte „Herr der Lüfte“ könnte Ornithologen aus der ganzen Republik ins Murgtal locken, meint etwa Stefan Eisenbarth, der ehrenamtliche Naturschutzwart im Landkreis Rastatt. Freiburg zum Beispiel nennt den Exot immer noch sein „Juwel“ und bietet extra Alpensegler-Führungen an. Wer sie in Gernsbach beobachten möchte, sollte sich am besten etwa eine Stunde vor Sonnenuntergang am Storchenturm einfinden, wo es zurzeit mindestens zwei Brutpaare und mehrere einzelne Alpensegler gibt.

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Erstellt:
29. Juni 2020, 14:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 45sec

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