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Ortschaftsrat rundet Baugebiet „Hardt III“ ab

Gernsbach (vgk) – Einstimmig haben sich Reichentals Ortschaftsräte für eine Baulandentwicklung auf Basis der Abrundung des Baugebiets „Hardt III“ entschieden.

In Reichental sollen jeweils drei Bauplätze an der Hardt-, Langenacker- und Südhangstraße entstehen. Foto: Gareus-Kugel

© vgk

In Reichental sollen jeweils drei Bauplätze an der Hardt-, Langenacker- und Südhangstraße entstehen. Foto: Gareus-Kugel

Am Freitag ging es um das westliche Ende der bestehenden Erschließungsstraßen Südhang, Langenacker und Hardt. „Damit können wir Reichental eine echte Perspektive aufzeigen“, freute sich Bürgermeister Julian Christ.

Er stellte in Aussicht – sofern alles richtig laufe und der Gemeinderat heute Abend der Verwaltungsvorlage zustimme –, dass noch bis zu den Sommerferien der Aufstellungsbeschluss vorbereitet werde. Im Sommer 2021 könnte dann mit der Erschließung begonnen werden und 2022 könnte das Gebiet baureif sein, antwortete Guido Wieland auf eine Bürgeranfrage. Für den Ortsvorsteher bedeutet dies die einmalige Chance, neun Bauplätze gestalten zu können. Damit sei der Bauplatzbedarf vorerst gedeckt. Gleichwohl dürfe man nicht die Leerstände im Ortskern vernachlässigen. Für das Dorf wünscht er sich deshalb die Aufnahme in ein Förderprogramm, um dessen Attraktivität zu erhalten und zu steigern.

Die letzte Baulandentwicklung hat der Gernsbacher Ortsteil vor rund einem Vierteljahrhundert erfahren. Das Baugebiet „Hardt IV“ (1. Bauabschnitt) mit der Entwicklung von zwölf Baugrundstücken entlang der verlängerten Südhangstraße wird dagegen vorerst nicht kommen, betonte Albert Betting bei der Vorstellung der Vorlage. Als Grund nannte der Sachgebietsleiter aus dem Gernsbacher Rathaus die hohen Erschließungskosten von insgesamt 194 Euro pro Quadratmeter inklusive des Bodenwertes. Deshalb favorisiere die Baulandstudie eine Abrundung des Gebiets „Hardt III“ mit jeweils drei Bauplätzen am Ende der Südhang-, Langenacker- und Hardtstraße, über die auch die Anschlüsse erfolgen sollen.

Die Bruttobaufläche beträgt an die 5000 Quadratmeter. Trotz der topografischen Herausforderung, die das Gebiet mit sich bringe, würden sich die Kosten für einen Bauplatz in Hardt III von 126 Euro pro Quadratmeter auf dem Preisniveau von Eben II bewegen, legte Betting dar. Bereits in die Planungen miteinbezogen ist der Fußweg von der Südhangstraße in Richtung Gernweg, der erhalten bleiben soll.

Die Ortschaftsräte aller Fraktionen begrüßten, die positive Entwicklung im Rahmen der Ermittlung von Bauland in Reichental. Abweichend von der aktuellen Planung wollen sich die Ratsmitglieder die Option einer weiteren Erschließung von Bauplätzen von der Langenackerstraße aus offenhalten. Sie fordern deshalb den Durchstich der Straßenverlängerung – auch, um Landwirten die Zufahrt zu ihren dahinter liegenden Grundstücke zu garantieren.

Betting gab jedoch zu bedenken, dass nicht unbegrenzt auf das schon vorhandene Kanalsystem aufgebaut werden könne. Mit der Abrundung sei das Ende erreicht. Für weitere Häuser müssten Kanalsysteme neu verlegt werden. „Dann kommen die Kosten“, stellte Betting klar.

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Erstellt:
18. Mai 2020, 16:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 15sec

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